
Fotos: Kenneth Knabe
Ein über 80-jähriger Rentner hat ein Faible für Doggen und kauft sich einen Welpen namens Larus. Dass der Junghund ihm bald über den Kopf wächst, will er nicht einsehen. Der Hundetrainer Frank Stummeier nimmt sich des Falls an.
Manchmal passt es einfach nicht. So ein Fall ist der Fall des Doggenrüden Larus: acht Monate alt, ein bildhübscher Kerl, lieb, aber temperamentvoll und praktisch nicht erzogen. Das Problem ist die ungezügelte Bewegungsfreude des Rüden. Das Herrchen ist aber über 80 Jahre alt und schon etwas gebrechlich. Dass diese Kombination durchaus eine Gefahr in sich birgt, ist dem alten Herrn nicht bewusst.
„Eine Bekannte des Halters – und ehemalige Kundin von mir – war es, die Probleme mit dem Rüden kommen sah“, berichtet Frank Stummeier, Inhaber der Hundeschule „Freundschaft ohne Leine“ in der Nähe von Hamburg. Sie vermittelt den Kontakt. Da ist der Rüde gerade mal sechs Monate alt. „Bereits beim Erstgespräch fragte ich vorsichtig an, ob so ein großer Hund wirklich zur Familie passe und ob es nicht vielleicht besser wäre, Larus abzugeben“, berichtet der Trainer. „Doch der wollte von einer Abgabe nichts wissen.
