21/05/2026 

Du erntest dieses Jahr Obst oder Gemüse aus dem eigenen Garten oder vom Balkon? Mega, Glückwunsch! Vielleicht willst du die leckeren Früchte deines Erfolgs auch mit deinem Hund teilen. Schauen wir uns an, was du ihm als Snack geben kannst, und was besser nur du genießt.

Dein Obst und Gemüse wird wahrscheinlich ziemlich schadstofffrei sein – schon mal eine tolle Sache. Das allein garantiert aber nicht, dass dein Hund bei allem mitfuttern kann. „Grundsätzlich sollte jedes Lebensmittel, das neu zum Speiseplan des Hundes hinzugefügt wird, vorsichtig getestet werden“, rät Franziska Obert von der Agila Haustierversicherung. „Denn unsere Vierbeiner können genau wie wir Allergien oder Unverträglichkeiten haben.“ Bist du dir unsicher oder hast Fragen, empfiehlt es sich, in der Tierarztpraxis um Rat zu bitten.

Gefährliches Obst und Gemüse

„Auch selbst angebaute Lebensmittel sind nicht automatisch für Hunde geeignet“, fährt Franziska Obert fort. Bei Zwiebeln z. B. sei große Vorsicht geboten: „Sie sind für Hunde grundsätzlich unverträglich, da sie Stoffe enthalten, die die roten Blutkörperchen schädigen können.“ Weder roh noch verarbeitet sollten Zwiebeln und andere Zwiebelgewächse wie Lauch im Hundenapf landen. Auf der Obstseite gilt das z. B. auch für Trauben und Rosinen. Eine Übersichtsliste findest du unten.

Dieses Obst dürfen Hunde fressen

Äpfel und Birnen hingegen können sich gut als Snacks eignen. Beide Obstsorten sind gut verträglich, sofern der Verzehr moderat bleibt. Entferne aber Kerne und Gehäuse: Sie enthalten für Hunde ungeeignete Stoffe. Außerdem können sie ein Risiko darstellen, falls sie verschluckt werden. Auch Kirschen ohne Kern sind in kleinen Mengen okay für Hunde.

Wenn du dir ein kleines Erdbeer-Imperium aufgebaut hast, darf dein Liebling auch davon mitnaschen.

„Allerdings sollten die Früchte nur in kleinen Mengen gefüttert werden“, rät Franziska Obert. Obst enthält einiges an Fruchtzucker: Zu viel des Guten kann zu Verdauungsproblemen führen.

Gemüse: Wenn’s auf die Zubereitung ankommt

Einige Gemüsesorten können Hunde fressen, sofern sie richtig zubereitet wurden. Kohl etwa landet bitte nicht roh im Napf. Selbst gekocht solltest du dabei nur kleine Mengen verfüttern, da es sonst zu Blähungen kommen kann. Ein bisschen Kohlrabi hingegen vertragen einige Hunde auch roh. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass sie Gemüse auch fressen wollen. Manche Vierbeiner haben kein Interesse daran. Das ist selbstverständlich okay.

Manches beliebte Gartengemüse (und Balkongemüse) gehört zu den Nachtschattengewächsen. Im unreifen Zustand können sie das für Hunde giftige Solanin enthalten. Das ist der Grund, warum du Kartoffeln nur gekocht verfüttern solltest. Auch bei unreifen Paprika und Tomaten sowie grünen Pflanzenteilen ist Vorsicht geboten. Du baust Paprika an? Wähle für deinen Hund nur vollreife, rote Schoten. Die entkernst du zudem bitte.

Vom Verfüttern von Tomaten rät Franziska Obert ab. „Im komplett reifen Zustand ist die Frucht selbst zwar nicht mehr giftig, kann aber zu Unverträglichkeitsreaktionen führen. Deshalb gehört die Tomate zumindest ohne vorheriges tierärztliches Beratungsgespräch nicht in den Hundenapf.“