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Die Magenschleimhaut schützt den Magen vor Säure, Verdauungsenzymen und Reizstoffen. Entzündet sie sich, spricht man von Gastritis. Das kann für Hunde sehr unangenehm sein. Im Winter kann übermäßiges Schneefressen den Magen reizen – besonders, wenn der Schnee sehr kalt, verschmutzt oder mit Streusalz belastet ist.
Eine Gastritis kann akut auftreten oder chronisch werden. Auslöser sind z. B. verdorbenes Futter, Schnee, Fremdkörper, Chemikalien, bestimmte Medikamente wie Schmerzmittel, Parasiten, Infektionen oder starker Stress. Auch Erkrankungen anderer Organe, etwa der Nieren oder Leber, können Übelkeit und Magenschleimhautreizungen begünstigen. Bei chronischen Beschwerden muss deshalb genauer gesucht werden.
Bleibt die Ursache trotz Untersuchung unklar, wird von einer „idiopathischen Gastritis“ gesprochen. „Idiopathisch“ bedeutet so viel wie „ohne erkennbare Ursache“. Immunreaktionen können beteiligt sein, sind aber nicht immer nachweisbar. Der Begriff „Schnee-Gastritis“ ist vor allem eine alltagssprachliche Bezeichnung für Magenreizungen nach Schneefressen.
Symptome einer Gastritis
Eine akute Gastritis zeigt sich oft durch Erbrechen, Übelkeit, Speicheln, Grasfressen, Bauchschmerzen, aufgekrümmten Rücken, Appetitlosigkeit, Mattigkeit oder vermehrten Durst. Bei häufigem Erbrechen droht Flüssigkeitsverlust. Zum Tierarzt solltest du, wenn dein Hund wiederholt erbricht, Blut im Erbrochenen ist, er sehr matt wirkt, Bauchschmerzen hat oder die Beschwerden länger als 24 Stunden anhalten. Welpen, kleine, alte oder kranke Hunde sollten früher untersucht werden. Je nach Befund können Blut-, Urin- und Kotuntersuchungen, Ultraschall oder Röntgen sinnvoll sein.
Das hilft gegen die Entzündung
Bei milden Beschwerden kann kurzzeitig leicht verdauliche Schonkost in kleinen Portionen helfen, etwa gekochtes mageres Fleisch mit Reis oder ein tierärztliches Magen-Darm-Futter. Ein längerer Futterentzug eignet sich nicht für jeden Hund: Er sollte bei Welpen, kleinen, alten oder kranken Hunden vermieden beziehungsweise tierärztlich abgesprochen werden. Gegen Übelkeit, Erbrechen oder Magenschmerzen kann die Tierärztin oder der Tierarzt Medikamente geben. Parasiten, Fremdkörper oder Organerkrankungen müssen gezielt behandelt werden.
Gastritis verhindern
Füttere nicht eiskalt und nicht zu heiß. Wenn dein Hund im Winter viel Schnee frisst, unterbrich das freundlich und biete Wasser an. In Gegenden mit Streusalz oder verschmutztem Schnee ist besondere Vorsicht geboten. Bei sehr hartnäckigen Schneefressern kann ein gut sitzender, positiv auftrainierter Maulkorb helfen. Medikamente, besonders Schmerzmittel, solltest du nie eigenmächtig geben oder absetzen. Wenn dein Hund empfindlich reagiert, sprich mit der Tierarztpraxis über verträglichere Alternativen, Magenschutz oder andere Dosierungen.
