17/05/2017 

Ein Floh kommt selten allein. Entdeckst du die kleinen Parasiten auf deinem Hund, solltest du zügig handeln, um ihn – und dich – vor unangenehmen Folgen zu bewahren. Hier gibt’s Antworten, wenn du dich mit der Situation konfrontiert siehst: Mein Hund hat Flöhe, was jetzt? 

Flöhe – noch genauer die erwachsenen Flöhe – breiten sich auf dem Hund aus und beißen ihn. Mitunter haben ihre Bisse gar keine Folgen, meist führen sie aber zu starkem Juckreiz. Eventuell treten auch allergische Reaktionen und Hautprobleme auf. In gravierenden Fällen kann es sogar zu Blutarmut oder schweren Hauterkrankungen kommen.

In hellem Fell sind Flöhe oft mit bloßem Auge erkennbar, bei Hunden mit dunklem Fell kannst du dich der Auskämmmethode bedienen: Dazu stellst du den Hund in die (möglichst weiße und noch etwas feuchte) Badewanne und kämmst ihn richtig durch. Hat dein Hund Flöhe, fallen dabei winzige schwarze Körnchen herunter, die sich beim Feuchtwerden rot verfärben – Flohkot. Du kannst das Ausgekämmte auch auf ein feuchtes Küchenpapier legen. Verfärben die schwarzen Krümel es rötlich-braun, ist Floh-Alarm angesagt.

Wie kommen Flöhe auf den Hund?

Flöhe gelangen blitzschnell auf den Hund. Oft genügt ein Abstecher ins Gebüsch oder kurzer Kontakt mit befallenen Artgenossen, um sich einen oder zwei einzufangen. Hast du Glück und/oder ein gutes Auge und beseitigst sie schnell, schaffst du es vielleicht, ihre Ausbreitung zu verhindern. Falls nicht, vergrößert sich die Zahl der Flöhe schnell: Jeder weibliche Floh legt pro Tag rund 30 Eier. Sie verteilen sich in der Umgebung und natürlich auch in der Wohnung, wo sie sich zu Larven und Puppen weiterentwickeln. Achtung: Erwachsene Hundeflöhe können auch auf Menschen springen und uns beißen. Sie können zudem Gurkenkernbandwürmer auf beide Spezies übertragen. Dazu muss ein infizierter Floh verschluckt werden.

Gegen Flöhe vorgehen

Der Tierarzt oder die Tierärztin kann ein geeignetes Flohpräparat empfehlen oder – falls erforderlich – verschreiben. Viele Mittel töten erwachsene Flöhe ab; Kombinationspräparate können zusätzlich verhindern, dass sich Eier oder Larven weiterentwickeln. Je nachdem, wie stark der Befall ist und welches Präparat zum Einsatz kommt, musst du die Behandlung über mehrere Wochen oder sogar Monate fortsetzen. Wichtig ist dabei, alle Tiere im Haushalt gleichzeitig zu behandeln, natürlich mit den für die jeweilige Art geeigneten Produkten.

Fängt sich dein Hund immer wieder Flöhe ein oder hat er eine Flohspeichelallergie, aufgrund der sein Leben nach Flohbissen echt unangenehm wird, ist es sinnvoll, ihn das ganze Jahr über vor einem Befall zu schützen. Eine individuell passende Strategie besprichst du am besten in eurer Tierarztpraxis. Wer keine durchgängige Prophylaxe betreibt, sollte zumindest das Fell regelmäßig auf Flohbefall kontrollieren und dann schnell behandeln.

Wichtig ist die Hygiene an allen Orten, an denen sich der Hund gern und viel aufhält, also z. B. an seinen Liegeplätzen. Dort können sich unreife Flohstadien ansammeln: Larven kriechen z. B. in kleine Ritzen oder Teppiche. Mit dem Staubsauger allein sind sie dann nicht mehr zu entfernen. Wasche bei einem Befall alle Textilien und Decken aus dem Umfeld heiß (bei mind. 60 Grad). Nicht waschbare Oberflächen säuberst du am besten mit einem Dampfreiniger. Entsorge den Inhalt deines Staubsaugers sofort in der Mülltonne außer Haus. Sofas und Teppiche kannst du zusätzlich mit einem Umgebungsspray behandeln. Bis alle Flohstadien weg sind, kann es mehrere Wochen dauern.

Schutz vor Flöhen: Was hilft?

Flohmittel enthalten unterschiedliche Wirkstoffe. Einige töten erwachsene Flöhe ab, andere hemmen zusätzlich die Entwicklung von Eiern und Larven. Häufig werden beide Wirkprinzipien kombiniert. Die Präparate sind je nach Produkt als Spot-on, Tablette, Halsband oder Spray erhältlich. Welches Mittel sich eignet, hängt  von Faktoren wie dem Alter, Gesundheitszustand und der Lebenssituation des Hundes ab.

Ein Tipp: Igel sind als Flohwirte besonders beliebt. Hast du ein Igelnest im Garten, halte deinen Hund davon fern!

Die Flohspeichelallergie

Der Körper mancher Hunde reagiert auf Bestandteile aus dem Speichel von Flöhen allergisch. Nach Flohbissen kommt es zu starkem Juckreiz, Hautrötungen, Krusten oder auch Haarausfall. Diese Symptome treten oft am Rücken, Rutenansatz sowie an der Hinterhand auf. Je nach Hund reichen schon wenige Bisse, um diese unangenehmen Folgen auszulösen.