Zecken richtig abwehren – wichtig für Hunde und Menschen

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Zecken sind für Menschen mit Hund ein Dauerthema. Durchschnittlich bis zu sechsmal werden die geliebten Vierbeiner pro Monat von den kleinen Blutsaugern gestochen. Doch auch die Besitzer selbst sind gefährdet. Gerade in den Sommermonaten können sie sich im Wald oder Stadtpark, auf Hundewiesen oder im eigenen Garten Zecken einfangen. Deshalb ist ein Schutz für Hunde und die Menschen, die mit dem Vierbeiner unter einem Dach leben, wichtig. 

Text: Claudius Malerczyk

Gefährliche Zeckenstiche

Mit ihrem Stich können Zecken gefährliche Krankheitserreger auf Hunde und Menschen übertragen. Während Hunde eher von Borreliose, Babesiose (Hundemalaria), Anaplasmose oder Ehrlichiose und seltener von FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) betroffen sind, liegt der Infektionsschwerpunkt bei Menschen auf Borreliose und FSME. FSME ist sogar die häufigste durch Zecken übertragene Viruserkrankung für Menschen.

FSME ist eine Erkrankung des Gehirns und des Rückenmarks. Sie kann bei Menschen zu bleibenden Schäden wie Lähmungen führen. Auch Hunde können – wenn auch selten – durch FSME-Viren sehr schwer erkranken und daran sterben. Für den Menschen kann eine FSME-Erkrankung ebenfalls lebensgefährlich sein. Eine kausale Behandlungsmöglichkeit dieser Viruserkrankung gibt es weder für Hunde noch für Menschen.

Junge Frau mit weißem kleinen Hund im Freien
Junger Mann mit Beagle an einem Fluss

Was tun, damit Menschen und Hunde nicht an FSME erkranken?

Menschen können sich durch Impfen vor FSME schützen. Der Impfschutz sollte idealerweise zu Beginn der Zeckensaison aufgebaut sein. Grundsätzlich ist es jedoch möglich, die Impfserie zu jedem Zeitpunkt im Jahr zu beginnen. Drei Impfungen sind notwendig, um einen mehrjährigen Impfschutz aufzubauen. Jeder, der in der Vergangenheit bereits eine oder mehrere Impfungen gegen FSME erhalten hat, sollte notwendige Auffrischimpfungen beachten. Haus- oder Kinderärzte sowie Apotheken prüfen gerne den Impfausweis und können ausführlich beraten.

Für Hunde gibt es keine Impfung gegen FSME. Hier gilt es, Zeckenstiche möglichst zu vermeiden – besonders, weil auch die anderen durch Zecken übertragenen Erkrankungen ernste gesundheitliche Folgen für das Tier haben können. Es gibt unterschiedliche Zeckenmittel für Hunde. Besonders praktisch und effizient ist das Halsband Seresto®. Einmal angelegt, schützt es Hunde bis zu acht Monaten vor Zecken sowie vor Flöhen und Haarlingen.

Hausmittel gegen Zecken? Lieber nicht!

Von einem Einreiben des Hundes mit Knoblauch, Neem-, Lavendel- oder Zitronenöl ist abzuraten. Diese Stoffe können für die geruchssensiblen Tiere quälend sein und zu allergischen Reaktionen führen. Zecken hingegen können gar nicht riechen. Sie besitzen auch keine Nase. Sie orten ihre Opfer durch das Haller'sche Organ in ihren Beinen, mit dem sie Kohlendioxid, Ammoniak, Milch- oder Buttersäure wahrnehmen.

Manche Hundehalter*innen vertrauen auf Bernsteinketten. Die Wirkung von Bernstein gegen Zecken konnte wissenschaftlich nicht nachgewiesen werden.

Zeckenschutz mit nachgewiesener Wirksamkeit

Wirksamkeit, Sicherheit und pharmazeutische Qualität von Seresto® sind wissenschaftlich nachgewiesen. Die patentierte Struktur des Halsbands gibt die enthaltenen Wirkstoffe kontinuierlich in geringen Mengen an den natürlichen Fettfilm von Haut und Haaren ab. So verteilt sich der Wirkstoff über die gesamte Hautoberfläche des Hundes.

Das Gute: Zecken werden durch den Wirkstoff abgewehrt, bevor sie stechen. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch die abgewehrten Zecken, die dem Wirkstoff in Seresto® ausreichend ausgesetzt waren, abgetötet werden. So kann verhindert werden, dass abgewehrte Zecken auf die Menschen in der Umgebung des Hundes übergehen.

Seresto® ist erhältlich in Apotheken und Tierarztpraxen.

Außerdem sind Zecken bei weitem kein Sommer-Phänomen – sie werden schon ab einer Temperatur von 7° Celsius aktiv. Das kann bei warmen Wintern eine nahezu ganzjährige Zeckenaktivität bedeuten.

Mit Zecken-Mythen aufräumen

Über Zecken halten sich hartnäckige Mythen, zum Beispiel, dass sie im Wald von den Bäumen fallen. Das ist nicht richtig. Zecken lauern auf Gräsern oder in Büschen. Das muss nicht nur im Wald oder in hohen Wiesen sein. Sogar in Biergärten wurden sie nachgewiesen.

Auch der Name „Frühsommer-Meningoenzephalitis“ ist irreführend, da die meisten FSME-Fälle bei Menschen im Hochsommer auftreten, nämlich dann, wenn es heiß ist und die Menschen sich in kurzer, luftiger Kleidung am liebsten im Freien aufhalten.

Wie Menschen Zeckenstiche vermeiden

Menschen sollten beim täglichen Gang mit dem Hund deshalb auf geschlossene Schuhe und lange, helle Kleidung achten. Hohes Gras und Unterholz zu vermeiden, ist empfehlenswert, aber in der Praxis nicht immer umsetzbar. In diesem Fall helfen Repellentien mit einem Wirkstoff, der auch gegen Zecken schützt, die Blutsauger auf Distanz zu halten. Außerdem wichtig: nach dem Aufenthalt im Grünen gründlich nach Zecken abzusuchen.

Weitere Informationen rund um den Zeckenschutz für Menschen und Hunde gibt es auf gemeinsamgegenzecken.de 

AWB-2200404420

Seresto® 1,25 g + 0,56 g Halsband für Hunde ≤ 8 kg, Seresto® 4,50 g + 2,03 g Halsband für Hunde > 8 kg. Anwendungsgebiete: Zur Vorbeugung und Behandlung von Flohbefall (Ctenocephalides felis, C. canis) mit einer Wirkungsdauer von 7 bis 8 Monaten. Das Tierarzneimittel verhindert die Entwicklung von Flohlarven in der unmittelbaren Umgebung des Tieres für 8 Monate. Das Tierarzneimittel kann als Teil der Behandlungsstrategie bei durch Flohstiche ausgelöster allergischer Hautentzündung (Flohallergiedermatitis, FAD) angewendet werden. Das Tierarzneimittel hat eine anhaltend akarizide (abtötende) Wirkung bei Zeckenbefall mit Ixodes ricinus, Rhipicephalus sanguineus, Dermacentor reticulatus, sowie repellierende (anti-feeding = die Blutmahlzeit verhindernde) Wirkung bei Zeckenbefall (Ixodes ricinus und Rhipicephalus sanguineus) mit einer Wirkungsdauer von 8 Monaten. Das Tierarzneimittel ist wirksam gegen Larven, Nymphen und adulte Zecken. Es ist möglich, dass Zecken, die zum Zeitpunkt der Behandlung bereits am Hund vorhanden sind, nicht innerhalb der ersten 48 Stunden nach Anlegen des Halsbandes getötet werden und angeheftet und sichtbar bleiben. Deshalb sollten die Zecken, die zum Behandlungszeitpunkt bereits auf dem Hund befindlich sind, entfernt werden. Der Schutz vor dem Befall mit neuen Zecken beginnt innerhalb von zwei Tagen nach Anlegen des Halsbandes. Das Tierarzneimittel vermittelt indirekten Schutz gegen eine Übertragung der Erreger Babesia canis vogeli und Ehrlichia canis durch die Vektorzecke Rhipicephalus sanguineus. Dadurch wird  das Risiko für eine Babesiose und eine Ehrlichiose des Hundes über einen Zeitraum von sieben Monaten reduziert. Zur Verringerung des Infektionsrisikos durch den von Sandmücken übertragenen Erreger Leishmania infantum über einen Zeitraum bis zu 8 Monaten. Behandlung gegen Haarlingsbefall (Trichodectes canis). Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Tierarzt oder Apotheker. Apothekenpflichtig. Zulassungsinhaber: Bayer Vital GmbH, 51368 Leverkusen. Druckversion: 07/2018

 

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