Welches Hundegeschirr ist das richtige?

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Es gibt eigentlich für jeden Hund und jede Nutzung das passende Hundegeschirr. Es gibt sogar so viele Hundegeschirre, dass du problemlos mehrere Hundegeschirrversionen kaufen kannst, je nachdem, für welchen Zweck du es nutzen willst.

Wann ist ein Hundegeschirr empfehlenswert?

Neben vielen verschiedenen Hundeleinen und -halsbändern findest du praktische Hundegeschirre im Fachhandel und Internet.

Ist dein Hund eher der unruhige Typ, der leicht in Stresssituationen gerät oder vor Freude an der Leine springt, solltest du immer ein passendes Hundegeschirr in Erwägung ziehen. Führst du ihn an Halsband und Leine, können starke Ruckbewegungen im Halsbereich vor allem Halswirbel, Halsmuskulatur, Kehlkopf bis hin zu den Augen belasten. Das kann wie bei uns auch beim Hund zu Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden oder sogar Schwindel führen. Mit einem Hundegeschirr ist der Hals entlastet.

Für den täglichen Gassigang, für den Heiko Schneider von Hundekumpel.de als Minium bei kleinen Hunden wenigstens zwischen 15 bis 45 Minuten ansetzt, solltest du dann lieber auf ein Hundegeschirr statt Halsband setzten. Auch für größere Hunde ist bei den dann längeren Spazierrunden von einer Stunde und mehr das Geschirr seine Empfehlung.

Wie unterscheiden sich Hundegeschirre?

Ebenso wie es unterschiedliche Hunde gibt, finden sich im Handel auch verschiedene Hundegeschirre für kleine Hunde und große Hunde an. Neben den klassischen Führgeschirren findest du unter anderem

  • Norwegergeschirre
  • Step-in-Geschirre
  • Sicherheitsgeschirre
  • Sattelgeschirre

sowie weitere Spezialgeschirre. Wir erklären kurz die Unterschiede:

Führgeschirr

Führgeschirre werden in drei Ausführungen angeboten: als Hundegeschirr in H-, Y- und X-Form. Alle drei haben einen Bauchgurt sowie eine Halsung, die miteinander verbunden sind. Das Führgeschirr in X-Form bietet zwei Stege an Brust nebst Rücken und ist bei Hundehaltern weltweit beliebt. Es kommt vorrangig als Alltagsgeschirr zum Einsatz und lässt sich schnell anlegen.

Norwegergeschirr

Bei dieser Geschirrvariante steht ein praktischer Bauchgurt im Vordergrund, der sich in der Regel leicht verstellen lässt. Dieser Gurt mündet in einen Brustgurt und sorgt für Sicherheit im Alltag und in diversen Situationen: Passend und richtig angelegt, wird der Hund wenig in der Bewegungsfreiheit eingeschränkt.

Step-in Geschirr

Dieses Hundegeschirr ist besonders leicht anzuziehen, wenn dein Hund das Anlegen über dem Kopf nicht mag. Das Geschirr wird nämlich lediglich über die Vorderpfoten gestülpt und am Rücken mit einer Schnalle veschlossen.

Sicherheitsgeschirr

Sicherheitsgeschirre bieten oftmals einen zweiten Brustgurt, sodass sich dein Hund nicht von selbst aus dem Geschirr befreien kann. Vor allem ängstliche Hunde neigen bei Schreck- oder Stresssituationen dazu, sich aus dem Halsband oder Geschirr zu winden. Mit diesem Geschirr ist das jedoch nahezu unmöglich.

Sattelgeschirr

Dieses Geschirr unterscheidet sich im Rückenbereich vom Norwegergeschirr, ist ansonsten genauso aufgebaut. Es ist in der Ausführung etwas schwerer und eher für größere Hunde gedacht.

Wie nutze ich ein Hundegeschirr richtig?

Es ist wichtig, dass das Hundegeschirr nicht zu eng und nicht zu locker sitzt. Nur dann ist es für das sichere Führen deines Hundes geeignet und fügt ihm keinen Schaden zu. Dabei sollten sich sämtliche Gurte gut an dem Hundekörper anschmiegen, ohne einzuengen. Schnallen oder andere Verschlüsse dürfen dabei nicht drücken oder zwicken. Achte neben der richtigen Größe auch unbedingt auf unterfütterte Metallteile.

Die meisten Hunde lernen sehr schnell, was Herrchen und Frauchen im Schilde führen und arbeiten beim Anlegen des Geschirrs mit.  Drückt das Geschirr oder fühlt sich dein Hund beim Anlegen unwohl, so wird er dies unmissverständlich mitteilen. Wenn du ein Hundegeschirr kaufen möchtest, solltest du daher vorab Maß nehmen. Miss den Brustumfang des Tiers und nicht den Achselumfang.

Dennoch ist es wichtig, dass du deinen Hund niemals am Brustgeschirr anhebst - das ist für deinen Hund unangenehm bis schmerzhaft. Allerdings kann der Rückensteg des Geschirrs vorteilhaft für dich und deinen Hund sein, wenn Du ihn beim Ein- und Aussteigen aus dem Auto daran hältst und leicht unterstützt. Auch beim Wandern über Stege und Gräben oder beim plötzlichen Losspringen, ist der Steg am Geschirr sinnvoll. Hier kannst du deinen Hund halten, ohne ihm zu schaden.

So pflegst du ein Hundegeschirr

Für die schnelle Reinigung reicht es häufig, das Geschirr mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Ist doch mal eine intensivere Reinigung nötig, solltest du zu einem PH-neutralem Waschmittel greifen. Richte dich bei einer Waschmaschinenwäsche nach den der Gebrauchsanweisungen und verzichte auf Weichspüler – das schont das Material und ist auch für den Hund gesünder. Überprüfe außerdem regelmäßig Material, Nähte und Schnallen. Diese Bereiche kannst du oft selber reparieren oder flicken, ansosten übernimmt das auch ein Sattler oder Schuster.