Die Niere des Hundes

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Diät: Nierenkranke Hunde richtig füttern

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Nierendiät

Vier Prinzipien sind laut Dr. Jeanette Meixensperger bei der Fütterung nierenkranker Hunde zu beachten:

• Das Futter muss einen reduzierten Phosphorgehalt aufweisen.

• Zudem sollte der Hund nur hochwertiges, leicht verdauliches Protein bekommen.

• Der Energiebedarf des Hundes muss gedeckt werden.

• Fermentierbare Fasern im Futter tragen zusätzlich zur Entlastung der Niere bei.

Energiezufuhr

Wenn der Hund mit der Nahrung zu viel Phosphor aufnimmt, wird Calcium aus den Knochen abgebaut. Da geschädigte Nieren weniger Phosphor ausscheiden, schnellt der Wert quasi von selbst unnatürlich in die Höhe. Um dem Knochenabbau entgegenzuwirken, sollte das Futter maximal 230 mg Phosphor/Megajoule enthalten, also etwa 30 Prozent des Erhaltungsbedarfs gesunder Hunde. Auch der Proteingehalt darf weder zu hoch noch zu niedrig sein, um alle Körperfunktionen aufrechtzuerhalten.

Sehr gut eignen sich zum Beispiel fettes Fleisch und fette Milchprodukte. Kauknochen hingegen enthalten viel Bindegewebe und sollten vermieden werden. Als Leckerli eignen sich getrocknete Fleischstreifen. Fermentierbare Fasern wie Pektin und Laktulose beschleunigen die Darmpassage und wirken präbiotisch. Dr. Meixensperger betont außerdem: „Füttern Sie keine salzhaltigen Speisen! Das würde die Niere zusätzlich belasten.“

 

Lena Schwarz

… schnüffelt als Redakteurin für DER HUND durch die faszinierende Welt der Caniden, löchert Fachleute mit Fragen, trifft außergewöhnliche Vierbeiner und deren Menschen und teilt die Geschichten und Bilder online sowie im Printheft. Besonders gern ist sie mit Hund wandernd unterwegs.