Hundepflege und Fellarten

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Welche Pflege für welches Fell?

Hunde, die mit tadellos sauberem und gepflegtem Fell daher kommen, haben es im Leben leichter. Sie fühlen sich wohler und entspannter und werden von ihrem Umfeld besser akzeptiert. Doch die unterschiedlichen Hundetypen besitzen unterschiedliche Fellarten – und die benötigen individuelle Pflege.

Hunderassen wie der Irish Setter, der Lhasa Apso, der Afghane oder der Yorkshire Terrier glänzen im wahrsten Sinne des Wortes mit ihrem seidigen Fellkleid. Doch soviel Schönheit hat ihren Preis: seidig-langes Fell bedeutet den meisten Pflegeaufwand. Regelmäßiges Kämmen, um loses Haar zu entfernen, ist unerlässlich. Einige Hunde mit dieser Fellart sollten auch regelmäßig getrimmt werden – beispielsweise der Yorkshire Terrier und der Malteser. Sehr dichte Behaarung an Pfoten und Ohren solltest du stutzen, da sich hier sonst Schmutz ansammeln und Bakterien einnisten können. Auch die langen Haare an den Augen solltest du mit einer abgerundeten Schere vorsichtig kürzen, da sie die Binde- und Hornhaut des Auges auf die Dauer empfindlich reizen und dem Hund die Sicht behindern können.

Hundepflege bei rauhaarigen Hunden

Auch die Pflege von rauhaarigen Hunden – wie Rauhaardackel oder West Highland White Terrier – verlangt etwas mehr Zeit. Diese Hunde besitzen viel Unterwolle. Damit das Fell nicht stumpf wirkt, solltest du es regelmäßig mit einer Zupfbürste bearbeiten . Diese spezielle Bürste zupft gezielt die Unterwolle aus dem Fell und hinterlässt glänzendes, gepflegtes Haar. Auch hier solltest du erst sanft gegen und danach mit dem Strich bürsten. Das regelmäßige Trimmen oder Scheren ist auch bei diesen Hunden meist sinnvoll. Dasselbe gilt auch für locken- und kraushaarige Hunde wie den Pudel. Da diese Hunde nicht in den Fellwechsel kommen, sind sie etwas pflegeleichter als andere Rassen. Doch auch hier ist das Bearbeiten mit der Zupfbürste und das regelmäßige Trimmen sinnvoll.

Pflege von Langhaar-Hunden

Etwas aufwändiger ist auch die Pflege von Langhaarhunden wie Langhaar-Collies oder Bobtails. Um das Fell vor Verfilzungen zu schützen, solltest du es regelmäßig kämmen. Ein Kamm mit langen, groben Zinken oder eine Skelettbürste sind hierfür am Besten geeignet. Für die intensivere Pflege-Session solltest du den Hund mit dem groben Kamm vorkämmen und mit einem feineren Kamm gründlich ausgekämmen.

Um das Fell gründlich zu reinigen und zu pflegen, solltest du  es mit einer Borsten- oder Drahtbürste gegen den Strich kämmen und danach mit dem Strich zurück kämmen. Verfilzungen muss man natürlich schnellstmöglich entfernen. Leichte Knötchen kannst du mit dem groben Kamm auskämmen, bei stärkeren Verfilzungen empfiehlt sich ein Entfilzungsmesser – oder im Notfall die Schere.

Fellpflege bei Kurzhaar-Hunden ist am unkompliziertesten

Am entspanntesten können Besitzer kurzhaariger Hunderassen die Fellpflege angehen lassen. Labrador Retriever, Französische Bulldogge, Rhodesian Ridgeback & Co. sollten hin und wieder, insbesondere im Fellwechsel, gründlich durchgebürstet werden. Hierfür eignet sich am Besten eine weiche Naturborsten- und eine Gumminoppenbürste. Mit der Naturborsten-Bürste kannst du das Haarkleid sanft gegen den Strich bürsten, um loses, abgestorbenes Fell gründlich zu entfernen.

Auch ein Massagestriegel kann zu diesem Zweck verwendet werden – er sorgt nebenbei noch für eine gute Durchblutung und wird von den meisten Hunden geliebt. Für ein glänzendes Finish sorgt ein weiches Frottier- oder, noch besser, Microfasertuch. Es entfernt sanft und sicher Staubpartikel und Schmutz aus dem Haarkleid und verleiht ihm einen gepflegten Glanz.

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