Das DER-HUND-WM-Team: Spielbericht – Deutschland-Südkorea

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Ausgebellt – oder: „Wir haben fertig“

AU-WEIA! Das hat wehgetan … Unser WM-Hunde-Team ist rausgeflogen, der „Weltmeister“, vor kurzem noch ein sportlicher Riese, hat sich vom „Fußballzwerg“ Südkorea abfertigen lassen. 0:2! Bitter! Der letzte Platz in der Gruppe F, mit dem wir uns verabschieden, setzt allem noch die Krone auf. Und das ausgerechnet in Ka(t)zan – kein Wunder!

Damit ist unserem Team das passiert, was den jeweiligen Titelverteidigern bei vier der vergangenen fünf Turnieren (!) auch widerfahren ist: Knock-out in der Vorrunde. Italien und Spanien ging’s auch so. Aber auch das ist nur ein klitzekleines Trostpflaster.

Wenige Lichtblicke und viele Fehlpässe

Dabei hatte unser Rudel in der ersten Halbzeit gegen die offensiv recht harmlosen Asiaten Chancen, die es allesamt aber vergeigte. Für Lichtblicke sorgte Colin, der seine Mitspieler mit kurzen Pässen suchte und auch einige Male gefährlich in den gegnerischen Strafraum vordrang. Maddox, der erstmals zum Einsatz für den gesperrten Rex kam, gelang es dagegen selten, das Spiel zu öffnen. Zwar beherrschten Iluq, Maddox, Helga und Sam im ersten Durchgang klar das Zentrum und verhinderten Konter der Südkoreaner, doch beispielsweise Kyra, die in ihrem Verein die jeweiligen Gegner mit weltmeisterlichen Flanken und Vorlagen zum Zittern bringt, war weit von ihrer Normalform entfernt.

Nicht aufmerksam genug

Leider müssen wir feststellen, dass in der ersten Halbzeit alle unsere Helden zwar bemüht und eifrig auf dem Platz unterwegs waren, aber auch alle ihre wichtigsten Lektionen im Hundetraining offensichtlich verdrängt hatten: Sie spielten pomadig, waren nicht aufmerksam genug, verursachten jede Menge Fehlpässe und schlampige Zuspiele und ließen die nötigen Spielideen vermissen. Und sogar Nevaeh, unsere absolute Stütze im Tor, die Zuverlässigkeit in Hundeperson, unterlief schon in der 9. Spielminute ein beinahe folgenschwerer Fehler, weil sie einen gegnerischen Freistoß nicht festhalten und gerade noch so mit einer Pfote aus dem Tor wischen konnte.

Das Pech klebte an den Pfoten

Nach dem Wiederanpfiff wäre fast das 1:0 für unser Team gefallen: Luna, die Peanut in Durchgang eins vertrat, leitete die erste wirklich gefährliche Aktion ein und bediente BeeGee mit einer präzisen flachen Hereingabe, die aber abgefangen wurde. Auch bei allen weiteren Angriffsaktionen klebte den Hunden das Pech an den Pfoten. So bekam Higgins, der zwar mit seinem Körper bullig durch die südkoreanische Abwehr fräste, in der 68. Minute zu wenig Druck auf den Kopfball und vier Minuten später senste er, frei vor dem Tor stehend, über das Leder. „Knapp vorbei ist auch vorbei“ galt leider auch für die nächsten Schüsse auf den Kasten des exzellenten gegnerischen Torwarts.

Stürmen und zugleich verteidigen

Auch die in der 78. Minute für Colin eingewechselte Lara und der in diesem Spiel ebenso glücklose Funky konnte das Ding nicht mehr drehen, zumal ab der 80. Minute eine riskante Gratwanderung begann: Unsere Hunde mussten stürmen, was das Zeug hielt und zugleich gut verteidigen und Konter verhindern. Was soll’s, wir alle kennen das Ergebnis: Das Tempo fehlte, die Präzision bei Flanken und Zuspielen, vor allem aber die spielerischen Ideen. Nein, so kannst du nicht ins Achtelfinale kommen.

Was nun? Ohren anlegen, Zähne zusammenbeißen, härter an der Agility trainieren und mit mehr Mumm in die kommenden Turniere starten! 2020 hat unser Rudel bei der Europameisterschaft die Chance, alles wieder wett zu machen. Das können wir von anderen Meuten lernen, denen es ebenso ergangen ist. Und noch etwas haben wir gelernt: Ein Spiel hat eben nicht „90 Minuten“, wie der „Kaiser“ immer zu sagen pflegte, sondern 99! Und: „Das Runde muss auch nicht in das Eckige“ – sondern mitunter auch durch ein Nadelöhr. Wuff!

Unser DER-HUND-WM-Team

Spielbericht Deutschland-Schweden

Spielbericht Deutschland-Mexico

 

 

Lena Schwarz

... ist auf dem Land aufgewachsen. In Augsburg studierte sie Anglistik, Amerikanistik und Deutsch als Fremdsprache. Bei DER HUND kann sie ihre Hundeliebe, Naturverbundenheit und Freude am Schreiben sowie Fotografieren vereinen.

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