Hunde-Weihnachts-Geschichte mit Lupold

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Hunde-Suche in der Winternacht

Hunde-Weihnachts-Geschichten gibt es viele, aber diese hier ist tatsächlich passiert: Lupold, unser Redaktionshund mit dem Lassie-Gen, rettete am vergangenen Wochenende einen jungen Hund – zwar weder freiwillig noch heldenhaft, aber immerhin!

Dusty, der junge Kurzhaar-Border-Collie, ist ein beliebter  Therapiehund, erfolgreich im Hunde-Sport und der Augenstern seines Frauchens. Doch als Dusty am Samstag Abend im dämmrigen Wald ein Kaninchen vorbeihoppeln sah, hielt ihn nichts mehr – er hechtete blindlinks davon. Warum er den Weg zu Frauchen zurück nicht mehr fand, wird immer ein Rätsel bleiben - doch als sein verzweifeltes Frauchen mich ansprach, war Dusty bereits drei Stunden spurlos verschwunden.

Lupold und ich waren auf unserer Abendrunde, es war mittlerweile dunkel geworden und bitterkalt. „Er wird bei diesen Temperaturen erfrieren, wenn ich ihn nicht finde! Und wir haben schon alles abgesucht!“ Die fremde Frau war am Ende ihrer Kräfte, ohnmächtige Angst flackerte in ihren Augen. Zweifellos, sie durchlebte gerade den Alptraum eines jeden Hundehalters.

Hunde-Suche im finsteren Winter-Wald

Ich bin sicher, Ihr hättet bei der Suche nach Dusty geholfen – und genau das taten wir auch. Ich weiß nicht, ob es ein siebter Sinn war, doch während Dustys Frauchen den Waldrand durchkämmte, zog es uns wie magisch ins Herz des Waldes. Dort standen die mächtigen Kiefern dicht an dicht und es war stockfinster. Nur Lupolds Leuchtring und die kleine Taschenlampe durchdrangen die Finsternis.

Wir waren schon eine ganze Weile unterwegs, als Lupold Dusty fand. Zugegeben, er tat es nicht sonderlich heldenhaft und schon gar nicht elegant: Er erschreckte sich ganz fürchterlich vor etwas in der Dunkelheit und sprang drei Meter zur Seite. Ein Knurren und Bellen war zu hören, das nicht von Lupold stammte, doch ehe der Kegel meiner Taschenlampe etwas finden konnte, war es wieder totenstill. Wir waren allein mit dem Winter und der Dunkelheit.

Doch was war das? Ein fernes Klingeln drang an mein Ohr, Lupold hörte es ebenfalls. Hatte Dustys Frauchen nicht erwähnt, dass der junge Border-Collie mehrere Metall-Plaketten am Halsband trug? Und leuchtete dort hinten zwischen den Bäumen nicht ein schwaches rotes Lämpchen, wie von dem Leuchthalsband, das Dusty tragen sollte?

...

Hunde-Suche mit Happy End

Wir pirschten uns durch die Dunkelheit – doch das war gar nicht nötig, denn Dusty war heilfroh, eine Menschenseele gefunden zu haben! Während sich Lupold und Lily sofort liebevoll um ihn kümmerten, legte ich ihm blitzschnell unsere Leine um. Eine halbe Stunde später gab es am Waldrand ein filmreifes Szenario: Dustys Frauchen fiel erst Dusty, dann mir und dann Lupold um den Hals. Dustys Hunde-Weihnacht war gerettet – und Lupold durfte sich über eine Extra-Portion Hunde-Leckereien freuen. Was für ein Happy End! (je)

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