Hunde ausgewogen ernähren

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Damit dein Liebling das Leben mit dir genießen kann, braucht er ausgewogenes Futter, das auf seine Bedürfnisse abgestimmt ist. Zu wissen und verstehen, was dafür eigentlich nötig ist, gestaltet sich insbesondere für noch unerfahrene Halter:innen als eine ziemliche Herausforderung. In Zoogeschäften – nicht zu schweigen im Internet – finden sich die verschiedensten Futtermittel in trockener und nasser Form. Einige Aspekte, auf die du bei der Wahl des Futters für deinen Hund achten solltest, findest du hier.

Einmal ganz abgesehen von der Darreichungsform muss jedes gute Hundefutter eine passende, ausgeglichene Zusammensetzung für die Vierbeiner aufweisen. Ist ein Hundefutter als „Alleinfuttermittel“ gekennzeichnet, enthält es für gewöhnlich alle Nährstoffe, die der Körper deines Hundes braucht. Dazu gehören zum Beispiel gut verdauliches Eiweiß – noch genauer sind es die Aminosäuren, aus denen Eiweiße bestehen –, Fette und Fettsäuren, Rohfaser sowie Mineralstoffe.

Unsere Lieblinge benötigen Kohlenhydrate zwar nicht unbedingt zum Überleben, können sie aber in der Regel gut als Energiequelle nutzen. Getreide und Pseuodo-Getreide, die Lieferanten von Kohlenhydraten, haben viele Hundehalter:innen skeptisch betrachtet – und einige tuen das auch heute noch. Viele Hundefutter sind daher „getreidefrei“. Während es sicherlich einige Hunde gibt, die mit Getreide nicht vertragen – so wie das auch bei anderen Futterbestandteilen der Fall ist – ist es an sich keine „schlechte“ Zutat, die auf jeden Fall generell vermieden werden müsste. Auch Vitamine sind für Hunde essenziell. Das bedeutet, dass der Körper sie nicht oder nur in unzureichender Menge selbst bilden kann und über die Nahrung aufnehmen muss – Vitamin C stellt hier beim Hund eine Ausnahme dar.

Wenn Hunde Vitaminmängel entwickeln

Bekommt dein Hund von einem oder mehreren benötigten Vitaminen zu viel oder zu wenig, kann sich das auf seine Gesundheit auswirken. Das ist bei jungen Tieren, die noch im Wachstum sind, ebenso ungünstig wie bei bereits erwachsenen Hunden. Ein Vitamin-A-Mangel zum Beispiel lässt die Schleimhäute brüchiger und für Erreger durchlässiger werden.

Die Ursachen für einen Vitaminmangel sind vielseitig. Schuld kann etwa ein medizinisches Problem sein, wie eine Erkrankung des Magen-Darmtraktes, die sich auf den Appetit des Hundes auswirkt. Er verzichtet auf die Nahrung oder leidet nach der Aufnahme unter Durchfall. Sein Organismus kann dann die Vitamine – und andere Nährstoffe – nicht richtig aufnehmen und verarbeiten. Ebenso können Allergien dazu führen, dass der Hund sich oft übergibt oder an Durchfall leidet.

In manchen Fällen ist auch das Hundefutter schuld an der Mangelversorgung mit Vitaminen. Denn nicht jedes Produkt verspricht das, was es hält. Vor dem Kauf solltest du einen Testbericht von namhaften Stiftungen durchlesen oder mit deinem Tierarzt / deiner Tierärztin in Kontakt treten. Achte bei der Auswahl des Futters nicht nur auf die Inhaltsstoffe.

Im Vordergrund der Futterauswahl sollten auch Faktoren wie das Alter des Hundes stehen, sein Hormonstatus – kastriert oder nicht? – und sein aktuelles Gewicht. Übergewichtige Hunde, die gern viel fressen, profitieren eventuell von einem höheren Anteil an Rohfaser, die das Völlegefühl beeinflusst. Natürlich muss das Futter auch an etwaige Krankheiten angepasst sein. Hat ein Hund zum Beispiel ein Problem mit Leber und/oder Nieren, muss es eventuell einen niedrigeren Proteingehalt aufweisen als Futter für einen gesunden Hund.

Ergänzungsfuttermittel gegen Vitaminmangel

Gesunde Hunde nehmen durch die Nahrung in der Regel ausreichend Vitamine auf. Doch in manchen Fällen bietet sich das zusätzliche Verfüttern von Nahrungsergänzungsmitteln an. So lässt sich die Gesundheit trächtiger Hündinnen sowie alter Hunden unterstützen. Ebenso kann es zuträglich sein, bei sehr aktiven Hunden auf eine Zufuhrt von Ergänzungsfuttermittelen zurückzugreifen – am besten in Absprache mit einer Fachfrau/einem Fachmann. So kannst du sicherstellen, dass dein Hund alles Nötige bekommt. Wichtig: Dabei gilt es stets, auf die Dosierung des Produktes zu achten. Eine zusätzliche Absprache mit dem Tierarzt oder der Tierärztin vermeidet eine Überdosierung bestimmter Nährstoffe oder Vitamine. Denn auch diese können sich auf die Gesundheit ungünstig auswirken.

Es kann auch angezeigt sein, je nach bestimmten Zeitpunkten das reguläre Futter zu ergänzen. Die Kälte im Winter zum Beispiel kann Gelenkprobleme wie Arthrose und damit verbundene Schmerzen schlimmer machen. Lasse dich am besten beraten, welche Ergänzungsfuttermittel du deinem Hund geben kannst, um ihm dann zu helfen.

Mangel trotz Zufütterung?

Eine wichtige Untersuchung bei Vitaminmangel ist die Parasitenkontrolle. Denn selbst zugefütterte Vitamine kann der Körper nur dann aufnehmen, wenn der Hund gesund ist. Bandwürmer beispielsweise können zu Entzündungen sowie Durchfall und Blutarmut führen.

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