Hundeallergie: und was nun?

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Hundeallergie – diese Diagnose ist für Hundefreunde eine persönliche Katastrophe. Nicht selten rät der/die behandelnde Arzt/Ärztin, den geliebten Vierbeiner abzugeben. Doch wer im Haushalt einige Hygiene-Grundsätze beachtet, kann Allergie-Symptome reduzieren oder sogar beschwerdefrei leben – ohne sich von seinem Hund trennen zu müssen!

Die allergieauslösende Substanz befindet sich an Haaren, aber auch Hautschuppen, im Speichel und Urin des Hundes. Die wichtigste Voraussetzung ist deshalb, das eigene Heim möglichst sauber zu halten. Die Wohnung sollte häufig und vor allem gründlich geputzt werden. Um die allergenen Partikelchen nicht aufzuwirbeln, ist es wichtig, einen geeigneten Staubsauger zu verwenden.

Hunde-Allergie: Parasiten-Prophylaxe ist wichtig

So gern wir den Vierbeiner auch in unserer Nähe haben, Allergiker sollten sich hundefreie Bereiche in ihrer Wohnung schaffen. Insbesondere sollte der Hund nicht im Schlafzimmer übernachten. Optimal ist es, wenn er seinen eigenen Schlafplatz hat, den du regelmäßig reinigst. Den Bezug des Hundebetts solltest du möglichst wöchentlich bei 60 Grad waschen, alle 3 Monate auch bei höheren Temperaturen.

Wie stark eine Hundeallergie ausfällt, ist von Mensch zu Mensch verschieden. Noch dazu unterscheidet sich die Menge der Allergene von Hund zu Hund. Was dem einen Allergiker-Hund-Team hilft, kann für ein anderes zu wenig sein. Die hier vorgeschlagenen Tipps werden daher nicht allen Betroffenen gleich gut helfen können. Gerade wenn man bereits weiß, dass man eine Hundeallergie hat, sollte man sich auf Aussagen wie "diese(r) Hund(erasse) eignet sich für Allergiker:innen" nicht verlassen. Soll ein Hund deine Familie bereichern, teste das vorher bitte ausgiebig, zum Beispiel durch Besuche beim Züchter/im Tierheim.

Ein optimal gepflegter Hund verliert weniger Fell und Hautschuppen – und verteilt weniger Allergene in der Wohnung. Parasiten-Prophylaxe und sorgsame Fellpflege, immer auf den Hund und dessen Fell- und Hauttyp angepasst – sind daher unerlässlich. Da du beim Bürsten Hundehaare und Hautschuppen aufwirbelst, die sich auf dem Boden und in der Raumluft verteilen können, empfiehlt es sich, diese Pflegeeinheiten wenn möglich nach draußen zu verlagern.

Hausstaub vermeiden

Hundehaare transportieren nicht nur allergieauslösende Stoffe, sie dienen auch dem Allergie-Auslöser Nummer eins als Nahrung. Hausstaubmilben ernähren sich von menschlichen und tierischen Hautschuppen. Was wir als "Hausstaub" bezeichnen, ist eine Mischung aus kleinsten Partikelchen, Hautschüppchen, abgestorbenen Hausstaubmilben sowie Milbenkot. Genau diese Milben-Exkremente sind es, die Allergikern so zu schaffen machen. Deshalb ist es wichtig, einen Allergiker-Haushalt so staubfrei wie möglich zu halten. Auf Nippes und andere Staubfänger sollte weitgehend verzichtet werden, Möbel wischt man am besten häufiger mit einem sauberen, feuchten Lappen ab.

Hausstaubmilben fühlen sich in Bettzeug und Matratzen besonders wohl, denn dort finden sie besonders viel Hautschuppen vor. Das regelmäßige Waschen der Bettbezüge sowie Absaugen der Matratzen ist deshalb unerlässlich. Der Kauf einer speziellen Allergiker-Matratze sowie Allergiker-Bettwäsche ist durchaus sinnvoll. sprich darauf zum Beispiel deinen (Lungen)arzt an, er/sie kann helfen und Auskunft geben. Erhältlich sind auch unterschiedliche "Milbensauger", mit denen sich Matratze und Polstermöbel von Milben und deren Hinterlassenschaften reinigen lassen sollen.

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