Hund und Beruf – geht das?

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Hunde in den beruflichen Alltag integrieren

Viele Menschen wünschen sich einen Hund. Oft verwerfen sie jedoch den Gedanken, da sie befürchten, dem Vierbeiner nicht gerecht werden zu können. Insbesondere Berufstätige entscheiden sich gegen einen Hund, denn sie glauben, dass sie ihn nicht in den beruflichen Alltag integrieren können. Bevor der Hund ins Haus kommt, sollte sich jede:r zukünftige Hundebesitzer:in über einige Dinge Gedanken machen und Möglichkeiten, Hund und Beruf zu kombinieren, in Betracht ziehen. 

Ganz gleich, ob jemand außer Haus in Vollzeit berufstätig ist, oder dauerhaft im Home-Office arbeitet – jede:r zukünftige Hundebesitzer:in wird vor einigen Veränderungen und Herausforderungen stehen. Damit dem Einzug nichts im Wege steht und der neue Alltag wunderbar gelingt, sollten sich Hundebesitzer:innen in spe vorab einige Fragen stellen.

Hund und Beruf: Anforderungen

Ein wichtiger Aspekt bei berufstätigen Hundebesitzern ist in erster Linie die zur Verfügung stehende Zeit. Je näher jemand an seinem Arbeitsplatz wohnt, desto besser lassen sich Hund und Beruf vereinbaren. Berufstätige, die überwiegend im Home-Office arbeiten, haben hierbei einen klaren Vorteil. Es gibt jedoch auch Arbeitgeber, die es erlauben, den Hund mit in das Büro zu nehmen. Du solltest deinen Arbeitgeber aber vorab unbedingt fragen, damit am Ende keine böse Überraschung lauert. Auch wenn Kolleginnen und Kollegen im gleichen Büro sitzen, hilft ein Gespräch vorab. Im Falle einer Hundeallergie zum Beispiel muss eine Lösung her, die für alle in Ordnung ist. Einige Berufe erfordern zudem Reisebereitschaft, auch hierauf gilt es zu achten. Insbesondere bei Lehrgängen, bei denen der geliebte Vierbeiner nicht mitkommen darf, sollten sich zukünftige Hundebesitzer fragen: Wer kann auf meinen Hund aufpassen? Familie, Freunde oder Hundesitter können in solchen Fällen eine sehr große Hilfe und Unterstützung darstellen.

Ein Hund soll einziehen: generelle Aspekte

Des Weiteren solltest sich jede:r zukünftige Hundebesitzer:in ganz gleich, ob du berufstätig oder nicht   fragen, ob er/sie wetterfest ist und bei Wind und Wetter den Schritt vor die Haustür wagt. Ein Hund muss auch bei schlechtem Wetter nach draußen und benötigt die passende Auslastung. Wichtig ist ebenfalls die Frage, wie lange der Hund alleine sein muss. Ein Welpe etwa sollte anfangs gar nicht alleine gelassen werden. Bis ein Hund für ein paar Stunden alleine bleiben kann, vergeht einige Zeit mit Schritt-für-Schritt-Training.

Zudem sollte sich jeder, der sich einen Hund zulegen möchte, darüber Gedanken machen, wie viel Zeit zur Verfügung steht. Ein Hund benötigt Auslauf und Ansprache, damit er glücklich und ausgeglichen ist. Mal eben nach draußen gehen, damit der Vierbeiner sein Geschäft verrichten kann und schnell wieder rein, macht weder den Hund noch den Mensch langfristig glücklich. Ein weiterer Aspekt sind die Kosten, die auf Hundebesitzer zukommen können. Insbesondere im Krankheitsfall empfiehlt sich eine Hundekrankenversicherung, damit sich anfallende Kosten im Rahmen halten. Je nachdem, wo der Hund einziehen soll, sind zudem Fixkosten wie die Hundesteuer unterschiedlich hoch.

Auch auf die Hunderasse kommt es an

Bevor ein Hund ins Haus kommt, sollte sich jeder mit den unterschiedlichen Hunderassen und deren individuellen Bedürfnissen befassen. Einige Hunde benötigen sehr viel Bewegung sowie mentale Auslastung. Sie eignen sich eher weniger für berufstätige und anderweitig stark eingespannte Menschen. Andere Hunde hingegen sind auch mit weniger Auslauf zufrieden. Zu diesen Hunderassen können beispielsweise die Französische Bulldogge, der Mops oder der Berner Sennenhund gehören – wobei es natürlich je nach individuellem Hund zu Unterschieden kommen kann.

Eins haben alle Hunde unabhängig von der Rasse gemeinsam: Im Welpenalter benötigen sie sehr viel Aufmerksamkeit. Aber es muss ja nicht immer ein Welpe sein: In Tierheimen warten auch viele erwachsene Hunde auf ein liebevolles Zuhause. Eventuell passen sie sogar besser zu den eigenen Möglichkeiten. Übrigens bieten viele Hundetrainer:innen (kostenlose) Vorab-Beratungen an, in denen sich der Hundewunsch besprechen lässt – eine tolle Sache sowohl für den Menschen als auch den potenziellen neuen Vierbeiner!

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