Hovawart

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Foto: Dogs/Fotolia.com

Geschichte


Bereits im Mittelalter gab es auf allen größeren Bauernhöfen einen „Hovawart“. Das ist altdeutsch für „Hofwart“ oder schlicht „Wächterhund“. Im Schwabenspiegel – einem Geseetzbuch aus dem Jahr 1275 – steht, dass auf den Diebstahl eines Hovawarts eine Strafe von zehn Gulden stand – für die damalige Zeit ein enormer Betrag. Der hohe Wert dieser Hunde mag an ihrer wichtigen Funktion als Wachhund gelegen haben.

Die ersten Wächterhunde

Anerkannt wurde die Rasse im Jahr 1937. Und gleich darauf bekamen die „Germanenhunde“ einen Stempel aufgedrückt, unter dem sie zum Teil noch heute leiden: Die Nazis förderten den Aufbau der Rasse, weil es sich dabei um „echte deutsche“ Hunde handelte. Kurt Friedrich König wurde gar zum „Reichsobmann für Hovawart-Zucht und -Aufartung“ ernannt – ein Teil der deutschen Geschichte, mit dem niemand sich identifizieren will. Entsprechend löste sich nach Kriegsende der Verein auf und der Bestand der Zuchttiere ging stark zurück. Vereinzelt machten einige Züchter allein weiter und schlossen sich erst einige Jahre später wieder zu Landesgruppen zusammen.

Charakter


Hovawarte mussten früher als Wächter des Hofes ihrer Familie treu ergeben sein, Fremden jedoch misstrauisch und reserviert entgegentreten. Sie mussten Ziegen, Rinder, Katzen und Hühner in Ruhe lassen, jedoch sowohl andere Hunde als auch Einbrecher abwehren. Zu einer solchen Leistung gehört eine Menge Intelligenz. Und intelligente Wesen sind selten einfach zu erziehen. Sie sind wachsam, unerschrocken, hart und verteidigungsbereit, aber nicht angriffslustig.

Aufmerksame Wächterhunde

„Gerade bei Kindern im Haushalt, die doch oftmals Freunde zu Besuch bekommen, ist bei einem Hund mit angeborenem Schutztrieb Vorsicht und Verantwortungsgefühl geboten“, findet Hundetrainerin Liane Rauch. Dabei kann ein Hovawart in den richtigen Händen zu einem außergewöhnlich guten Familienmitglied werden und auch mit kleinen Kindern wunderbar zurechtkommen.

Körperbau


Durch Kreuzung von großen, zotthaarigen und hängeohrigen Hunden, die das Aussehen der germanischen Bauernhunde nachstellen sollten, mit langhaarigen Schäferhunden, Neufundländern, Leonbergern, Kuvasz-Hunden und afrikanischen Windhunden, sollte der „altgermanischen Urhund“ wiederhergestellt werden. Heraus kam ein kraftvoller, langhaariger Gebrauchshund.

Achtung, Verwechslungsgefahr

Die blonden Rassevertreter werden von Laien oft mit Golden Retrievern verwechselt. Diese Ähnlichkeit bringt dem Hovawart auch das Image ein, ein ruhiger und leicht zu erziehender Familienhund zu sein. Hinter der knuffigen Fassade aus Hängeohren und braunen Teddyaugen vermutet man einfach keinen Gebrauchshund, sondern ein Schmusetier.

Fell und Farbe


Was die Fellfarben anging, so war Kurt Friedrich König pragmatisch: „Ein guter Hund kann keine schlechte Farbe haben“, soll er gesagt haben.In diesem Punkt unterscheidet sich der heutige Hovawart von den Zuchttieren der ersten Jahre: Mittlerweile werden nur noch drei Farben ins Zuchtbuch aufgenommen: Schwarz, Blond und Schwarzmarken. Letzteres ist ein schwarzer Hund mit blonden Marken an Kopf, Kehle, Brust, Beinen und Bauch.


Foto: Dogs/Fotolia.com

Rassefakten auf einen Blick


Größe: 58 bis 70 cm

durchschnittliche Lebenserwartung: 12 bis14 Jahre

spielerisch und bewegungsfreudig
bindet sich eng an seine Bezugsperson
braucht sanfte, konsequente Erziehung
ausgeprägter Beute und Verteidigungstrieb

Foto: Tierfotoagentur.de/Ramona Richter

Foto: Vanessa Grossemy/canisreporting.com


Foto: Tierfotoagentur.de/J. Hutfl uss

Geschichte


Bereits im Mittelalter gab es auf allen größeren Bauernhöfen einen „Hovawart“. Das ist altdeutsch für „Hofwart“ oder schlicht „Wächterhund“. Im Schwabenspiegel – einem Geseetzbuch aus dem Jahr 1275 – steht, dass auf den Diebstahl eines Hovawarts eine Strafe von zehn Gulden stand – für die damalige Zeit ein enormer Betrag. Der hohe Wert dieser Hunde mag an ihrer wichtigen Funktion als Wachhund gelegen haben.

Die ersten Wächterhunde

Anerkannt wurde die Rasse im Jahr 1937. Und gleich darauf bekamen die „Germanenhunde“ einen Stempel aufgedrückt, unter dem sie zum Teil noch heute leiden: Die Nazis förderten den Aufbau der Rasse, weil es sich dabei um „echte deutsche“ Hunde handelte. Kurt Friedrich König wurde gar zum „Reichsobmann für Hovawart-Zucht und -Aufartung“ ernannt – ein Teil der deutschen Geschichte, mit dem niemand sich identifizieren will. Entsprechend löste sich nach Kriegsende der Verein auf und der Bestand der Zuchttiere ging stark zurück. Vereinzelt machten einige Züchter allein weiter und schlossen sich erst einige Jahre später wieder zu Landesgruppen zusammen.


Foto: Dogs/Fotolia.com

Charakter


Hovawarte mussten früher als Wächter des Hofes ihrer Familie treu ergeben sein, Fremden jedoch misstrauisch und reserviert entgegentreten. Sie mussten Ziegen, Rinder, Katzen und Hühner in Ruhe lassen, jedoch sowohl andere Hunde als auch Einbrecher abwehren. Zu einer solchen Leistung gehört eine Menge Intelligenz. Und intelligente Wesen sind selten einfach zu erziehen. Sie sind wachsam, unerschrocken, hart und verteidigungsbereit, aber nicht angriffslustig.

Aufmerksame Wächterhunde

„Gerade bei Kindern im Haushalt, die doch oftmals Freunde zu Besuch bekommen, ist bei einem Hund mit angeborenem Schutztrieb Vorsicht und Verantwortungsgefühl geboten“, findet Hundetrainerin Liane Rauch. Dabei kann ein Hovawart in den richtigen Händen zu einem außergewöhnlich guten Familienmitglied werden und auch mit kleinen Kindern wunderbar zurechtkommen.


Foto: Dogs/Fotolia.com

Körperbau


Durch Kreuzung von großen, zotthaarigen und hängeohrigen Hunden, die das Aussehen der germanischen Bauernhunde nachstellen sollten, mit langhaarigen Schäferhunden, Neufundländern, Leonbergern, Kuvasz-Hunden und afrikanischen Windhunden, sollte der „altgermanischen Urhund“ wiederhergestellt werden. Heraus kam ein kraftvoller, langhaariger Gebrauchshund.

Achtung, Verwechslungsgefahr

Die blonden Rassevertreter werden von Laien oft mit Golden Retrievern verwechselt. Diese Ähnlichkeit bringt dem Hovawart auch das Image ein, ein ruhiger und leicht zu erziehender Familienhund zu sein. Hinter der knuffigen Fassade aus Hängeohren und braunen Teddyaugen vermutet man einfach keinen Gebrauchshund, sondern ein Schmusetier.

Fell und Farbe


Was die Fellfarben anging, so war Kurt Friedrich König pragmatisch: „Ein guter Hund kann keine schlechte Farbe haben“, soll er gesagt haben.In diesem Punkt unterscheidet sich der heutige Hovawart von den Zuchttieren der ersten Jahre: Mittlerweile werden nur noch drei Farben ins Zuchtbuch aufgenommen: Schwarz, Blond und Schwarzmarken. Letzteres ist ein schwarzer Hund mit blonden Marken an Kopf, Kehle, Brust, Beinen und Bauch.

Rassefakten auf einen Blick


Größe: 58 bis 70 cm

durchschnittliche Lebenserwartung: 12 bis14 Jahre

spielerisch und bewegungsfreudig
bindet sich eng an seine Bezugsperson
braucht sanfte, konsequente Erziehung
ausgeprägter Beute und Verteidigungstrieb

Foto: Tierfotoagentur.de/Ramona Richter

Foto: Vanessa Grossemy/canisreporting.com


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Miriam Wirths

... arbeitet im Online-Team der DER HUND Website und an der » Facebook-Fanpage. Ihr absoluter Lieblingshund aus unserem Rasselexikon ist der » Kooikerhondje - werft doch gleich mal einen Blick auf den "alten Holländer".

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