Hierauf solltest du bei einer Hundehalterversicherung achten

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Jeder Tag ist besser, wenn unsere Hunde dabei sind. Doch manchmal können uns unsere besten Freunde auch in die Bredouille bringen. Eine Hundehaftpflichtversicherung kann dann bei empfindlich hohen finanzielle Folgen helfen.

Was ist versichert bei einer Hundehalterversicherung?

Die Hundehaftpflichtversicherung deckt drei Gebiete ab: Sachschäden, Personenschäden und Vermögensschäden.

Sachschäden

Im Eifer des Gefechts kann schnell etwas zu Bruch gehen. Mal angenommen, dein Vierbeiner wirft beim Toben die teure Porzellanvase der Nachbarin um – im Wert von 4.000 Euro. Verständlich, dass sie Schadensersatzklage erhebt. Doch alles halb so schlimm – sofern du mit deinem Versicherer eine Deckungssumme in Höhe von einer Million Euro vereinbart hast. Übrigens: Mit einer Privathaftversicherung ist es nicht getan. Verursacht dein Hund den Schaden, wird eine Hundehaftpflichtversicherung fällig.

Personenschäden

Verursacht dein Hund einer anderen Person Schaden, bittet dich der Anwalt des Opfers zur Kasse. Zum Beispiel: Im Park lässt du deinen Liebling ohne Leine laufen. Verletzt er einen Passanten, wird Schmerzensgeld fällig. Die Hundehaftpflichtversicherung kümmert sich dann darum. Gut zu wissen: Personenschäden kommen dich schnell teuer zu stehen. Nicht selten bewegen sich diese sogar in Millionenhöhe.

Vermögensschäden

Kann der Passant wegen seiner Verletzung seinen Beruf nicht mehr ausüben, pocht er auf Entschädigung. In diesem Fall spricht der Experte von Vermögensschaden.

Wenn es daran geht, eine Hundehaftpflichtversicherung abzuschließen, sollte diese alle drei Bereiche im passenden Rahmen absichern. Oft können diese wie zum Beispiel bei Adam Riese auch online abgeschlossen werden. Je nachdem, in welchem Bundesland du mit deinem Hund oder deinen Hunden lebst, musst du übrigens sogar eine solche Versicherung abschließen. In Berlin oder Hamburg zum Beispiel besteht eine solche Pflicht.

Was ist durch eine Hundehaftpflicht nicht versichert?

Nicht bei jedem Hund ist eine Haftpflichtversicherung möglich. Bei Vierbeinern in landwirtschaftlicher oder gewerblicher Haltung besteht kein Anspruch auf Versicherungsschutz. Genauso entscheidend ist die Rasse.

Nicht alle Hunderassen stehen bei jedem Versicherer auf der Liste. Dabei geht es um Hunde, die in vielen Bundesländern als gefährlich gelten. Hier greift die Haftpflicht für Listenhunde. Diese fällt meist teurer aus als die klassische Hundehaftpflichtversicherung.

Die einzelnen Bundesländer haben jeweils unterschiedliche Hundeverordnungen oder Hundegesetze, in denen nachzulesen ist, welche Hunderassen/Kreuzungen als gefährlich gelten. Zu ihnen können zum Beispiel gehören:

  • American Staffordshire-Terrier
  • Staffordshire-Bullterrier
  • Bullterrier
  • (American-)Pitbull-Terrier
Liegender, aufmerksamer Staffordshire Terrier
Foto: Christielakierephoto/stock.adobe

Kommt es zu einem Schaden mit den besagten Rassen, ist oft mit höheren Folgeschäden zu rechnen – zumindest statistisch gesehen. Deshalb streichen viele Versicherungen diese Hunderassen von vorneherein von ihrer Liste.

Entstehen Schäden an Kunststoff, Elektrogeräten oder Glas, besteht oft ebenfalls kein Versicherungsschutz. Mit einer zusätzlichen Glasversicherung kannst du dich vor kostspieligen Glasschäden schützen.

Gut zu wissen: Für vorsätzliche Schäden, egal ob an Personen oder Gegenständen, kommt die Hundehaftpflichtversicherung nicht auf.

Auf diese Aspekte kannst du achten

  • Die pauschale Deckungssumme der Versicherungen liegt bei mindestens einer Million Euro.
  • Experten raten zu einer Eigenbeteiligung von rund 150 Euro.
  • Monatliche oder vierteljährliche Zahlungen sind mit Vorsicht zu genießen. Die jährliche kann besser sein.

Zusatzleistungen wie diese runden ein gutes Angebot ab:

  • Forderungsausfalldeckung: Wenn ein anderes Tier dir oder deinem Hund Schaden zufügt, der Hundehalter aber nicht für den Schaden aufkommen kann, greift die Forderungsausfalldeckung. Du erhältst deine finanzielle Entschädigung trotzdem.
  • Fremdhüterrisiko: Passiert ein Fauxpas, während sich ein Dritter um deinen Vierbeiner kümmert, schaltet sich die Versicherung trotzdem ein.
  • Mietsachschäden: Ist dein Hund für Schäden in der Mietwohnung verantwortlich, haftet die Versicherung. Für Glasschäden sowie Schäden an Kunststoff und Elektrogeräten gilt der Versicherungsschutz allerdings nicht.
  • Ungewollter Deckakt: Wenn dein unkastrierter Rüde eine Hündin deckt, deren Halter damit aber nicht einverstanden ist, bist du für diese Zusatzleistung dankbar.
  • Gassi gehen ohne Leine: Lässt du deinen Hund frei laufen, sind Sach-, Personen- oder Vermögensschäden wahrscheinlicher als beim Gassigang mit Leine. So manche Hundehalterhaftpflicht weigert sich in diesem Fall sogar, die Kosten zu decken. Am besten sprichst du mit deinem Anbieter über mögliche Zusatzabsicherungen.
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