Freund? Feind? Beute?

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Den Schwierigkeitsgrad der Übungen steigern

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Den Schwierigkeitsgrad der Übungen steigern

  • Gemeinsamer Spaziergang: Trainer- und Schülerpaar gehen zusammen spazieren. Der Hund der Trainerin bleibt gelassen und beachtet den anderen Hund nicht, egal, was passiert. Der Hund der Schülerin ist irritiert und lernt, dass sein Verhalten nichts bringt.
  • Frontalbegegnung: Mit dieser Übung kann man beginnen, sobald der Hund ein angemessenes Verhalten an den Tag legt. Beide Paare laufen aufeinander zu.
  • Umrunden: Das Schülerpaar stellt sich irgendwo hin. Das Trainerpaar umrundet es in immer kleiner werdendem Abstand, ohne jemanden zu nötigen.
  • Freilauf: Hierbei bleibt der lernende Hund an der Leine und der/die Hunde der Trainerin dürfen frei umher laufen, ohne den Schülerhund zu beachten.
  • Begrüßung: „Meine eigenen Hunde sind der Indikator. Weichen sie dem Schülerhund nicht mehr aus, hat dieser schon viel gelernt und sein Verhalten so verändert, um Begrüßungen trainieren zu können.“, sagt Schmelzer.

Beutefangverhalten kontrollieren

Eine Kontrolle über das Jagdverhalten ist schwer zu erlangen. „Wenn überhaupt, ist das nur über sehr guten Gehorsam oder Alternativverhalten möglich. Klappt das nicht, muss der Hund in wildreichen Gebieten an der Leine bleiben“, sagt Schmelzer. Folgende Möglichkeiten sieht sie, um dem Beutefangverhalten entgegenzuwirken:

Sichtjäger müssen lernen, vor dem Zupacken ihre Nase einzusetzen. Solche Hunde werden dennoch weiterhin auf bestimmte Bewegungsreize reagieren. Die Impulskontrolle muss trainiert werden.

Beim aktiv suchenden Hund kann man sehen, wenn er seine Nase zielgerichtet einsetzt. Die Chance besteht darin, den Hund sofort in seinem Vorhaben zu unterbrechen. Wichtig bei diesen Hunden ist zudem, sie durch Nasenarbeit auszulasten. Bekommen die Hunde diese im kontrollierten Rahmen, kann der Halter das Verhalten eher umlenken.