Fellwechsel im Herbst

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Allein bei dem Gedanken an den Fellwechsel seufzen viele Hundehalter:innen leidgeprüft auf. Auch jetzt im Herbst ist es wieder soweit: Der Hund verliert sein Sommerfell und seine Haare finden sich überall  in der Wohnung, im Auto und auf Kleidungsstücken. Doch warum wechseln Hunde ihr Fell eigentlich – und was können wir tun, um das lästige Haaren dabei in Grenzen zu halten? Antworten hat die Tierärztin Dr. Claudia Westfahl.

"Die meisten Tiere durchlaufen im Frühjahr und Herbst einen kompletten Fellwechsel", erklärt Tierärztin und Fellexpertin Dr. Claudia Westfahl.  Wenn die Tage im Herbst kürzer und kälter werden, stößt der Vierbeiner langsam sein Sommerfell ab. Ein neues, dichteres und wärmenderes Haarkleid wächst nach – das Winterfell.

Sechs bis acht Wochen dauert es in der Regel, bis der Fellwechsel vollständig abgeschlossen ist. Im Vergleich zum Sommerfell besitzt der Winterpelz einen höheren Anteil an Unterfell. Dieses weiche, dünne Wollhaar liegt unter dem Deckhaar und isoliert den Hund hervorragend gegen Kälte und Nässe in Herbst und Winter.

Fellwechsel: den Hund unterstützen

Doch woher weiß der Hund eigentlich, wann es an der Zeit ist, das Fell zu wechseln? "Der Zeitpunkt wird durch Tageslichtlänge und Temperatur bestimmt, ist aber auch abhängig vom Hormonstatus – ein Grund, warum Hündinnen häufig zu Beginn der Läufigkeit haaren, kastrierte Hunde jedoch während des ganzen Jahres", erklärt Dr. Westfahl. Zudem gibt es bestimmte Hunderassen, die gar nicht in den Fellwechsel kommen. "Bei einigen Rassen wie z.B. dem Pudel befindet sich das Haar permanent in der Wachstumsphase", sagt die Expertin. "Durch den ausbleibenden Fellwechsel haaren diese Tiere somit deutlich weniger – dafür müssen sie jedoch regelmäßig geschoren oder getrimmt werden."

Wir können unsere besten Freunde während des Fellwechsels unterstützen. Nährstoffreiches Hundefutter, hochwertige Futteröle oder – in Absprache mit dem Tierarzt/der Tierärztin – eine Biotin-Kur für Hunde sorgen dafür, dass das Haar gesund und kräftig nachwächst. Auch die Fellpflege spielt eine wichtige Rolle.

"Ihre unentbehrlichen Funktionen können Haut und Fell nur dann optimal erfüllen, wenn sie die richtige Pflege erhalten", betont Dr. Westfahl. Und das gilt zur Zeit des Fellwechsels ganz besonders. "Neben einer gründlichen Reinigung des Fells werden Verknotungen und Verfilzungen herausgebürstet und abgestorbene, lose Haare entfernt. Zudem wird die Haut massiert und gut durchblutet, die Talgdrüsen werden angeregt, schützendes Fett zu produzieren."

Auf diese Weise wird der Fellwechsel unterstützt, und das nachwachsende Winterfell glänzend und weich. Durch die richtige Fellpflege können wir auch das Haaren während des Fellwechsels deutlich verringern.

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