Das richtige Trockenfutter

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Er ist unser treuster Begleiter, bringt uns jeden Tag zum Lachen und tröstet uns in harten Zeiten. Wer erst einmal einen geliebten Freund mit kalter Schnauze an seiner Seite hatte, kann sich ein Leben ohne Hund kaum mehr vorstellen. Und so setzen wir alles daran, die Gesundheit und Vitalität des Hundes beizubehalten und ihm ein langes und glückliches Hundeleben zu bescheren. Dabei spielt die richtige Ernährung eine wesentliche Rolle. Infos zur Fütterung von Trockenfutter bekommst du hier.

Die die richtige Energiezufuhr

Einer von vielen wichtigen Faktoren, die gesunde Ernährung ausmachen, ist eine ausreichende Energieversorgung. Um den individuellen Bedarf an Energie ermitteln zu können, sollten Sie die folgenden äußeren und inneren Umstände genauer betrachten: Rasse, Größe, Alter, Fitness, tägliche Bewegung, Gesundheitszustand und mögliche Erkrankungen (Schilddrüse), Trächtigkeit, Hormonlage (kastriert oder nicht?), Haltungsbedingungen und Veranlagung.

Im Durchschnitt benötigt ein normal aktiver erwachsener Hund pro einem Kilo Körpergewicht etwa 50 bis 60 kcal am Tag. So verbraucht ein Cocker Spaniel mit einem Gewicht von 15 Kilo ca. 900 kcal an einem „normal aktiven“ Tag. Wachstum, Trächtigkeit oder harte Arbeit erhöhen den Energiebedarf besonders. Ein Welpe zum Beispiel, braucht fast doppelt soviel Energie je 500 Gramm Körpergewicht am Tag. Er benötigt in der 5. Lebenswoche im Durchschnitt mehr als 90 kcal pro 500 Gramm Körpergewicht. Ein Senior hingegen verwertet nicht mehr so viel von seinem Futter, eine geringere Kalorienzufuhr (etwa 20 % weniger als im Erwachsenenalter) ist sinnvoll.

Ein bewährtes Futtermittel für Hunde ist Trockenfutter. Es ist meist angereichert mit wichtigen Vitaminen und enthält alle nötigen Nährstoffe, die der Hund tagtäglich braucht. Viele Trockenfutter-Produkte sind qualitativ sehr hochwertig, haben einen hohen Fleischanteil und eine sinnvolle Zusammensetzung. Auch gibt es inzwischen sogenannte BARF-Trockenfutter, das sind Trockenfuttersorten, die sich besonders gut eignen, wenn sonst im Alltag BARF (also eine individuelle Zusammenstellung von rohem Fleisch, Innereien, Knochen, Gemüse und Ölen) gefüttert wird.

Die Vorteile von Trockenfutter:

  1. Zahngesundheit: Trockenfutter wird (in der Regel) vom Hund gekaut. Das kann helfen Zahnbelag zu entfernen. Einige Hunde schlingen jedoch ihr Trockenfutter ohne es zu kauen. Auch die Größe der Kroketten ist hier ausschlaggebend.
  2. Unkompliziert: Egal ob zuhause oder im Urlaub, Trockenfutter lässt sich gut transportieren und portionieren. Es ist einfach in Lagerung und Handhabung und zudem lange haltbar.
  3. Allergiker geeignet: für jeden Hund gibt es das passende Trockenfutter-Angebot. Auch für sensible Hunde und Hunde mit Unverträglichkeiten und Allergien gibt es bestimmte Zusammensetzungen.
  4. Sättigung: Trockenfutter dehnt sich im Magen aus und sättigt den Hund. Achten Sie darauf, dass Ihr Hund genügend Flüssigkeit zu sich nimmt!
  5. Zusammensetzung: Trockenfutter sind in der Regel so konzipiert, dass sie als Alleinfuttermittel den täglichen Nährstoffbedarf Ihres Hundes decken. Achten Sie aber auf eine gute Zusammenstellung der Zutaten mit viel frischem Fleisch, Gemüse und Ölen, dafür wenigen unnötigen Füllstoffen.

Fressverhalten im Auge behalten

Hunde lieben Rituale, so können auch regelmäßige Mahlzeiten beim Vierbeiner für Sicherheit und einen Wohlfühlfaktor sorgen. Sollte der Welpe noch drei- bis viermal am Tag gefüttert werden, sind beim Erwachsenen Hund zwei- oder auch nur eine Mahlzeit am Tag ausreichend. Leckerlies die Sie im Training verwenden, sollten Sie von der Tagesration abziehen. Tipp: Fangen Sie erst gar nicht an auf das Betteln am Tisch einzugehen. Hat Ihr Hund auch nur einige wenige Mal Erfolg damit, lässt sich das Verhalten nur schwer wieder abstellen.

Auch kann es passieren, dass der Hund nicht fressen will. Das kann mehrere Gründe haben: Liebenskummer, Krankheit oder vielleicht hofft der Vierbeiner auch einfach, dass er mit diesem Verhalten Aussicht auf bessere Leckereien als die im Napf hat. Behalten Sie es im Auge und achten Sie auf den Allgemeinzustand des Hundes (Ist er schlapp? Krank? Schläft er viel? Wie ist seine Kotbeschaffenheit?). Geschieht es mehrere Tage hintereinander, dass der Vierbeiner sein Futter nicht anrührt, sollte eine gründliche Untersuchung beim Tierarzt erfolgen. Wirkt der Hund ansonsten fit, versuchen Sie, das Futter nicht frei verfügbar zu machen, sondern räumen Sie den Napf jeweils 15 Minuten nach den Fütterungszeiten wieder weg. Auch hilft manchmal etwas Leberwurst oder Frischkäse im Napf zum Schmackhaft-machen.

Gutes Futter für erhöhte Lebensqualität

Wie bereits erwähnt, trägt gutes Futter zu einem gesunden und langen Hundeleben bei. Falsche Ernährung kann viele Krankheiten begünstigen, dazu gehören:

  • Diabetes mellitus
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Skelett- und Gelenkerkrankungen
  • Nierenerkrankungen
  • Krebs

Neben ausreichend viel Energie, sollten Sie auch auf folgende wichtige Bestandteile im Trockenfutter achten:

  • Vitamine und Spurenelemente
  • Kohlenhydrate zum Zellaufbau und Hilfestellung der Darmmotorik
  • Fette liefern Vitamine und Energie
  • Eiweiße stärken das Körpergewebe

Sind Sie sich unsicher, was die optimale Ernährung für Ihren Hund ist, ziehen Sie den Rat Ihres Tierarztes hinzu.

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