Barf – Was ist dran, was ist drin?

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Nicht nur für uns Menschen gibt es immer wieder neue Essenstrends.

Auch für unsere vierbeinigen Freunde ändert sich in letzter Zeit einiges. Naturprodukte für den Hund, wie zum Beispiel „Barf“, werden immer beliebter, deshalb wollen wir heute erklären, was man unter Barf versteht und ob es denn wirklich so gut für den Hund ist, wie seine Anhänger glauben. Als Hundehalter stolpert man in jüngster Zeit immer wieder über diese vier Buchstaben: Barf. Doch was ist dieses „Barf“ überhaupt und was ist drin? Über den Begriff selbst streitet man sich, viele verschiedene Bedeutungen kursieren unter Tierhaltern. In Deutschland bezeichnet man es meist als Biologisch Artgerechtes Rohes Futter. Und um direkt das größte Missverständnis aus dem Weg zu schaffen: Nein, Barfer füttern nicht nur rohes Fleisch, sondern Rohkost generell. Hierzu gehören zum Beispiel auch Obst, Gemüse und Knochen. Eben so, wie es in der freien Natur auch gefressen werden würde.

Natürlich müssen gewisse Dinge beim Barfen beachtet werden. Knochen, die an den Hund verfüttert werden, splittern, entgegen des weit verbreiteten Irrglaubens, nicht. Naturbelassene Knochen sind elastisch und werden nicht im Darm brechen. Erst durch das Kochen verliert er die nötige Struktur und wird spröde und brüchig, aber beim Barfen wird das Essen nicht gekocht. Jedoch ist zu erwähnen, dass durch das Füttern von zu vielen Knochen der Kot des Hundes hart und weiß wird. Man spricht hier von „Knochen-Kot“. Dieser kann zu Verstopfung führen und bereitet dem Tier starke Schmerzen, kann im schlimmsten Fall lebensgefährlich sein. Sollte Ihr Hund während des Barfens versuchen, Kot abzulassen, kann dies jedoch nicht, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen und die Menge an Knochen, die Sie Ihrem Hund geben, reduzieren. Der Anteil von Knochen in der Nahrung sollte bei circa 15% liegen.

Doch es gibt auch Vorteile des Barfens: Da die Knochen abgenagt werden müssen, um an das Fleisch zu kommen, kaut der Hund sehr stark auf ihnen herum. Bei Trockenfutter besteht dieser Vorteil nicht: Es ist oft brüchig und kann innerhalb von Sekunden zerkaut und heruntergeschluckt werden. Aus diesem Grund beugt Barfen Zahnstein bei Hunden vor, während Hunde, die Trockenfutter fressen, hiermit oft Probleme haben.

Immer wieder hört man von Hunden, die eine Unverträglichkeit gegenüber Getreide-Produkten entwickelt haben, bei Irish Settern ist diese oft angeboren. Auch Geschmacksverstärker oder Farb- und Füllstoffe können allergische Reaktionen auslösen. Aus diesem Grund ist das Barfen für viele Hunde die richtige Lösung: Durch naturbelassenes Futter wird das Tier geschont und bleibt vital und kräftig.

 

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