Arthrose beim Hund – Warnsignale erkennen!

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Vor allem Halter betagter Hunde kennen das Problem: Sobald die Temperaturen fallen und nass-kalte Witterung herrscht, lässt sich der Vierbeiner kaum noch zur Bewegung motivieren. Die Ursache dafür liegt oft in den Gelenken: Die degenerative Gelenkerkrankung Arthrose verursacht gerade im Herbst und Winter vermehrt Schmerzen und kann damit die Beweglichkeit stark einschränken. Leider bleibt sie oft lange unbemerkt. Dabei sind eine möglichst frühzeitige Diagnose und Therapie für den Krankheitsverlauf entscheidend. Aus diesem Grund solltest du die Gelenke deines Vierbeiners immer im Blick haben und auf erste Warnsignale achten. Welche das sind und wie sich die Lebensqualität deines Hundes möglichst lange erhalten lässt, erfährst du hier.

Etwa jeder fünfte Hund in Deutschland leidet im Laufe seines Lebens unter Arthrose. Die chronische Gelenkerkrankung geht mit einem stetigen Abbau des Gelenkknorpels einher und verursacht gerade bei Bewegung teils starke Schmerzen. Grundsätzlich kann Arthrose in jedem Gelenk entstehen, bei Hunden sind aber überwiegend das Kniegelenk sowie die Hüft- und Ellenbogengelenke betroffen.

Mögliche Ursachen von Arthrose

Die schleichende Zerstörung des Knorpelgewebes tritt häufig als altersbedingte Abnutzungserscheinung auf. Allerdings können auch junge Hunde eine Arthrose entwickeln – meist in Folge einer akuten Verletzung wie einer Prellung, Zerrung oder Stauchung, die nicht reibungslos und vollständig ausheilt und sich zu einem chronischen Geschehen auswächst. Daher solltest du mit deinem Hund auch bei einer zunächst harmlos erscheinenden Verletzung des Bewegungsapparates zum Tierarzt. Nur dieser kann gesichert feststellen, wie ernsthaft eine Verletzung ist und welche Therapie erforderlich ist.

Auch eine angeborene Fehlstellung der Gelenke sowie eine zu starke, zu frühe oder falsche Belastung des Gelenks nach einer Verletzung können Ursachen einer Arthrose sein. Übergewicht, Überbelastung sowie zu wenig oder zu einseitige Bewegung erhöhen ebenfalls das Risiko chronischer Gelenkerkrankungen.

Ein schleichender Prozess

Jeder Arthrose liegt eine Veränderung des Gelenkknorpels zugrunde. Diese führt nach und nach dazu, dass er unwiderruflich zerstört wird. Darüber hinaus zieht die Veränderung im Verlauf auch die weiteren Bestandteile des Gelenks in Mitleidenschaft: Der Prozess schädigt die unter dem Gelenkknorpel liegenden Knochenenden, die Gelenkkapsel sowie beteiligte Sehnen, Bänder und Muskeln. Das führt gerade bei Bewegung zu Schmerzen. In der Folge kommt es zu einer eingeschränkten Beweglichkeit bis hin zur chronischen Lahmheit und das schränkt die Lebensqualität des Vierbeiners teils drastisch ein.

Zwar ist eine Arthrose nicht heilbar, eine frühzeitige Diagnose und Behandlung können den Krankheitsverlauf jedoch aufhalten oder zumindest verlangsamen.

Warnsignale erkennen und ernst nehmen

Um erste Anzeichen einer Arthrose zu erkennen, solltest du auf Verhaltensänderungen deines Hundes achten:

  • Geht dein Vierbeiner nicht mehr so gerne spazieren wie früher, fällt ihm das Treppensteigen zunehmend schwer und er ist selbst fürs Spielen und Herumtollen nicht mehr recht zu begeistern?
  • Ist er bei alltäglichen Bewegungen wie Strecken, Wälzen oder Kratzen eingeschränkt?
  • Hat er Probleme beim Aufstehen oder Ablegen, wirkt nach längerem Liegen zunächst etwas steif und benötigt Zeit, sich „einzulaufen“?
  • Reagiert er mit Schmerzen, wenn du bestimmte Gelenke oder Muskeln berührst?
  • Verändern sich die Bewegungen deines Hundes in den unterschiedlichen Gangarten (z.B. Schwanken in der Hinterhand beim Laufen) oder die Haltung im Stand?

Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend

Zeigen sich derartige Veränderungen bei deinem Hund, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen, um die Ursache abklären zu lassen. Um Warnsignale frühzeitig zu erkennen, kann auch ein Arthrose-Check hilfreich sein. Gleichzeitig stellt er eine gute Grundlage für das Gespräch mit dem Tierarzt oder der Tierärztin dar. Beim Verdacht auf Arthrose werden sie den Bewegungsapparat des Hundes gründlich untersuchen.

Dabei beurteilen sie den äußeren Gesundheitszustand, z.B. anhand von Gewicht, Bemuskelung und Gelenksstellung. Darüber hinaus liefert ihnen die Haltung des Hundes aufschlussreiche Informationen. Wie steht er da, wie setzt er sich oder steht er auf, wie geht er und wie meistert er Treppenstufen? Die Fachleute tasten auch betroffene Gliedmaßen, Gelenke und Muskeln ab. Darüber hinaus stehen bildgebende Verfahren wie Röntgen oder Ultraschall zur Verfügung, um eine Verdachtsdiagnose zu bestätigen und das Ausmaß der Arthrose exakt festzustellen.

Diagnose Arthrose – was nun?

Steht die Diagnose Arthrose, sollte es unmittelbar mit einer entsprechenden Therapie losgehen. Da diese in der Regel für den Rest des Hundelebens nötig ist, muss sie hohe Anforderungen erfüllen: Die Behandlung soll Schmerzen zuverlässig lindern, gleichzeitig die Erkrankung daran hindern, fortzuschreiten oder das Fortschreiten zumindest verzögern und zudem gut verträglich sein. In der tierärztlichen Praxis und bei Hundehaltern hat sich das biologische Tierarzneimittel Zeel® ad us. vet. seit langem für die Arthrose-Therapie bewährt. Das Präparat enthält verschiedene effektive Einzelsubstanzen wie etwa Arnika oder Beinwell, die über entzündungshemmende, schmerzstillende sowie knorpelschützende Eigenschaften verfügen.

Aufgrund der verschiedenen Inhaltsstoffe wirkt das Arzneimittel gleichzeitig an zahlreichen Stellen im Körper und kann so die Ursachen der Erkrankung nachhaltig angehen. Gerade in den kalten Monaten kann es passieren, dass der Hund unter einem akuten Arthrose-Schub leidet und starke Schmerzen hat. Dann kann eine unterstützende Gabe von Traumeel® ad us. vet. helfen. Es enthält schmerzlindernde, entzündungshemmende und abschwellende Inhaltsstoffe und wird klassisch zur Behandlung akuter Verletzungen und Entzündungen eingesetzt. Beide Tierarzneimittel sind sehr gut verträglich und mit anderen Arzneimitteln kombinierbar.

Dein Tierarzt berät dich gerne über die Möglichkeiten biologischer Tierarzneimittel.

Weitere Informationen zur Gesundheit von Hunden findest du auf www.vetepedia.de.

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