Meldungen
Karneval: Nicht auf Kosten der Tiere feiern
Immer wieder werden Hunde als Begleitung zu Karnevalsumzügen und närrischen Versammlungen mitgenommen. Große maskierte Menschenmassen, Lärm und hektisches Treiben bedeuten für die Hunde meist puren Stress. Im feucht-fröhlichen Gedränge kann auch der souveränste Hund mit Angst und Panik reagieren. Wurfgeschosse herumliegende Glasscherben und Essensreste stellen ein zusätzliches Sicherheitsrisiko dar.
Auch Tierkostüme liegen in den letzten Jahren voll im Trend. Als „Biene Maja“, „Pirat“ oder „Engel“ verkleidete Hunde mögen witzig aussehen, doch sind solche Verkleidungen nicht tiergerecht. Sie können drücken und scheuern, verwirren die Tiere und schränken ihre Bewegungs- und Sichtfreiheit ein.
Vorsicht ist auch bei Karnevalsschminke geboten. Hinter den bunten Farben kann sich Tierleid verbergen. Das EU-weite Verkaufs- und Importverbot für Kosmetika, deren Inhaltsstoffe an Tieren getestet wurden gilt erst ab dem 11. März 2013. Um Tierversuche nicht zu unterstützen, empfiehlt es sich nur Schminke aus der Kosmetik-Positivliste des Deutschen Tierschutzbundes zu verwenden.
Weitere Informationen:
http://www.tierschutzbund.de/5082.html
http://www.tierschutzbund.de/kosmetikhersteller.html
http://www.tierschutzbund.de/5082.html
http://www.tierschutzbund.de/kosmetikhersteller.html
Foto: M.Großmann/pixelio.de
Neue Tierschutzorganisation „Schutz für Tiere" gegründet
„Schutz für Tiere“ verfolgt keine kommerziellen Interessen und hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Stimmen möglichst vieler Tierfreunde zu vereinen. So soll eine breite Öffentlichkeit hergestellt und effiziente Hilfe möglich werden. Je mehr Stimmen zusammenkommen, umso stärker kann Einfluss auf Politik und Wirtschaft genommen werden. Ziel ist es, Missstände anzuprangern, Entscheidungsstellen in die Pflicht zu nehmen und die Lebenssituationen gequälter Tiere nachhaltig zu verbessern.
Tierfreunde können sich kostenlos auf der Webseite registrieren und gemeinsam hilflosen Tieren Gehör verschaffen.
Weitere Informationen und aktuelle Projekte: http://www.schutz-fuer-tiere.de
Foto: JPW.Peters/pixelio.de
Tierschützer übergeben 120.000 Unterschriften an EU-Kommission
Die Unterschriften sollen am 24. Januar 2013 im Rahmen einer Anhörung der zuständigen Kommission in Brüssel übergeben werden.
"Eine einmalige Chance! Zusammen mit dem Verein 'Ärzte für Tiere' und anderen namhaften Tierschutzorganisationen werden wir uns vehement dafür einsetzen, dass die Politik endlich die Rahmenbedingungen schafft, die nötig sind, um das Leid der Straßenhunde Europas dauerhaft zu beenden", so Philip McCreight, Leiter von TASSO. „Jeder Einzelne von uns trägt mit seiner Unterschrift zu einem ersten Schritt in die richtige Richtung für die Straßenhunde Europas bei."
Machen Sie mit: http://www.eu-protest1.aerztefuertiere.de/
Foto: Stephanie Hofschlaeger/pixelio.de
Studie warnt vor Übergewicht und untersucht Füttergewohnheiten
Für die Untersuchung wurden 865 Hundebesitzer zu ihrem Tier befragt. Die Befragungen fanden anhand standardisierter Fragebögen in Tierarztpraxen, Hundeschulen, Tierheimen, Parkanlagen und über das Internet statt.
Das Durchschnittsalter der Hunde lag bei 4,8 Jahren; das Gewicht zwischen 2,2 und 95 Kilogramm. Rund 52 Prozent der Tiere galten als übergewichtig. Zusätzlich wurden der Body Condition Score (BCS) ermittelt. Unter Body-Condition-Scoring versteht man eine Untersuchung der Körperkondition bei Tieren, zur Beurteilung des Fettdepots und damit des Ernährungszustandes. Im Vergleich zu den Interviewern unterschätzen viele Besitzer den BCS und erkannten vor allem beginnendes Übergewicht nicht.
Ein konkreter Zusammenhang zwischen Art der Fütterung und BCS besteht jedoch nicht. Besitzer mit geringerer Schulbildung sowie Hausfrauen und Rentner hatten häufiger übergewichtige Tiere. Die Schulbildung und die Berufstätigkeit hatten keinen Einfluss auf die Füttergewohnheiten. 58 Prozent der Hundebesitzer verwendeten ausschließlich handelsübliche Fertigfutter, 35 Prozent ergänzen diese mit zusätzlichen Futtermitteln. Knapp 8 Prozent der Hundebesitzer verfütterten selbst zubereitete Rationen. Hunde über sieben Jahre und kranke Hunde erhielten häufiger selbst hergestellte Rationen. Ältere Besitzer (ab 46 Jahre) bereiten das Futter häufiger selbst zu. 95 Prozent der Hunde erhielten regelmäßig Futterbelohnungen, wobei ältere und berufstätige Besitzer prozentual seltener Belohnungen gaben. Gerade solche Belohnungen müssten auch bei Diäten berücksichtigt werden.
Foto: Osterburg
Initiative gegen unseriösen Welpenhandel
Gemeinsam wollen sie eine breite Öffentlichkeit und die Politik auf die grausame Tierquälerei der „Welpenmafia“ aufmerksam machen. Noch immer stellen kommerzielle Fließbandzuchten im Ausland ein großes Problem für den Tierschutz dar - und ein großes Leid für die Hunde. Die meist aus Osteuropa stammenden Welpen werden zusammengepfercht nach Deutschland transportiert und zu Schleuderpreisen angeboten. Dabei werden sie viel zu früh von ihrer Mutter getrennt, schlecht ernährt und kaum sozialisiert. Wenn überhaupt, bescheinigen gefälschte Papiere Impfungen und Wurmkuren, die die Welpen nie bekommen haben. Nicht selten führt die mangelhafte gesundheitliche Vorsorgung dazu, dass die Hunde bereits nach kurzer Zeit schwer erkranken und sogar sterben können. Beschlagnahmte Tiere landen im Tierheim.
Das Aktionsbündnis rät: Kein Kauf (auch nicht aus Mitleid) von Welpen aus dem Internet, vom Markt, aus dem Kofferraum eines Autos oder aus einem unseriösem Zoogeschäft!
Weitere Informationen:
Foto: Dieter Schütz/pixelio.de
Ethik-Hochschulranking über „Tierverbrauch“ zu Ausbildungszwecken
Befragt wurden die verantwortlichen Hochschuldozenten aller biologischen (70), medizinischen (35) sowie veterinärmedizinischen (5) Fakultäten in Deutschland. Dabei stand im Zentrum, welche Tiere für die Ausbildung im Grundstudium eingesetzt werden und ob eine Ausbildung an Alternativen möglich ist. Zu den Alternativen zählen Computer-Simulationsprogramme, filmische Darstellungen, Probanden-Einsatz, Plastinate oder sogenannte Spendertier-Programme, durch die Tiere nach ihrem natürlichen oder aus medizinischen Gründen erfolgten Tod vom Tierhalter für die Lehre freigegeben werden. Fazit der Befragung ist: Einzig in der Humanmedizin ist in den letzten Jahren ein Richtungswechsel – hin zu einer Ausbildung am Menschen – feststellbar. In den Studienfächern Bachelor of Science Biologie und Veterinärmedizin dagegen wird kein Abschluss ohne schädigenden Tiereinsatz angeboten. Studierende, die sich aus Gewissensgründen weigern, müssen auf das Lehramt oder anderes ausweichen.
„Andere EU-Staaten wie Italien, Schweden oder die Niederlande sind Deutschland weit voraus. Sie sichern die Gewissensfreiheit der Studierenden per Gesetz oder Regeln und setzen verstärkt auf ethisch saubere Lehrmaterialien. Das ist wichtig, denn von Wissenschaftlern und gerade Ärzten erwartet unsere Gesellschaft moralisches Handeln. Dieser Grundstein wird bereits in der Ausbildung gelegt“, so Diplombiologin Astrid Schmidt, Projektleiterin SATIS beim Bundesverband Menschen für Tierrechte. Deutschland stehe zudem in der Bringschuld: Das deutsche Tierschutzgesetz verlangt bereits seit 2006, den Tierverbrauch zu Ausbildungszwecken nur dann zuzulassen, wenn der Zweck nicht durch alternative Verfahren erreicht werden kann. Zudem schreibt nun die neue EU-Tierversuchsrichtlinie (2010/63/EU) allen EU-Ländern vor, ab Januar 2013 in der Ausbildung mögliche Alternativen einzusetzen.
Mehr Informationen: www.satis-tierrechte.de/uni-ranking
Foto: Satis
Staupe-Warnung im Berliner Raum
Die Staupe ist eine weltweit gefürchtete Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird und meist tödlich endet. Hunde können sich nicht nur im direkten Kontakt mit infizierten Tieren anstecken, sondern auch über deren Kadaver und Ausscheidungen. Die sicherste Vorbeugung ist eine jährliche Schutzimpfung. Hundebesitzern wird dringend empfohlen, den Impfschutz ihres Hundes gegen das Staupevirus zu überprüfen und gegebenenfalls umgehend aufzufrischen.
Weitere Informationen: Bezirksamt Treptow-Köpenick von Berlin
Foto: Rudolpho Duba/pixelio
Rumänien tötet Straßenhunde für Wintersport
Elli Radinger Updates
Ihr Buch über die 1995/96 im Nationalpark von Yellowstone wieder angesiedelten kanadischen Timberwölfe ist ab sofort in überarbeiteter Neuauflage als E-Book erhältlich. Im Mai erscheint die dann auch die überarbeitete Printausgabe. „Die Wölfe von Yellowstone. Die ersten zehn Jahre“ (6,99 Euro).
Zu ihrem Buch „Wolfsküsse. Mein Leben unter Wölfen“ hat sie ein „Making of“ veröffentlicht, das Leser kostenlos als PDF-Datei auf der Webseite finden. Das PDF vermittelt einen spannenden Einblick in Hintergründe, Erlebnisse und das Leben einer Wolfsforscherin, Tierschützerin und Buchautorin.
Weitere Informationen über Bücher, Veranstaltungen und Termine von Elli H. Radinger gibt es auf ihrer Webseite: http://www.elli-radinger.de
Foto: paukereks/pixelio.de
Foto: paukereks/pixelio.de
Traurige Bilanz
Besonders erschreckend ist der Fall eines jungen Hundes, der einen Tag vor Heiligabend in Hohenschönhausen ausgesetzt wurde. Passanten hatten beobachtet, wie ein gelbes Auto hielt, jemand ausstieg und den Dogo Argentino an einen Laternenmast festband. Der ausgesetzte Hund ist äußerst ängstlich und fremden Menschen gegenüber sehr misstrauisch. Er befindet sich jetzt in der Krankenstation des Tierheims Berlin.
Ein ungewolltes Weihnachtsgeschenk war vermutlich ein kleiner Hundewelpe, der am ersten Weihnachtsfeiertag allein im Fahrstuhl eines Wohnhauses in Hohenschönhausen gefunden wurde. Völlig hilflos lag das erst wenige Wochen alte Tier in einer Ecke, die Augen komplett entzündet und vereitert, die Hinterbeine zu schwach zum Laufen. Der kleine Mischling ist verwurmt, frisst kaum, hat Durchfall und sucht nach seiner Mutter. Er wird jetzt von einer Pflegerin des Tierheims Berlin gepäppelt – ob er sich wieder erholt, ist aufgrund seines schlechten Gesundheitszustands unklar. „Solche viel zu jungen und meist kranken Tiere sind leider übers Internet oder zwielichtige Händler auf Parkplätzen viel zu leicht zu haben“, so Apel. „Tauchen Probleme auf, werden die wehrlosen Geschöpfe dann meist regelrecht entsorgt. Wir versuchen diesen Tieren eine Zukunft in einem liebevollen Zuhause zu ermöglichen.“
Leider ist das Schlimmste vermutlich noch nicht ausgestanden. „Wir befürchten weitere traurige Tierschicksale nach den Feiertagen und mit Beginn des neuen Jahres“, mutmaßt Apel.
Leider ist das Schlimmste vermutlich noch nicht ausgestanden. „Wir befürchten weitere traurige Tierschicksale nach den Feiertagen und mit Beginn des neuen Jahres“, mutmaßt Apel.
Foto: Karl-Heinz Laube / pixelio.de
