Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,
 
Von links nach rechts: Kerstin Butenhoff, Jördis Götz, Maria Pankau, Kenneth Knabe.
Hunde sind uns Menschen so nah wie kein anderes Tier. Seit Jahrtausenden gehen wir mit ihnen als Jagdgefährten, Wegbegleitern und Statussymbolen gemeinsame Wege. Hunde machen jede Mode mit. Schon seit einigen Jahren sind es die Extreme, die im Trend liegen: riesige Deutsche Doggen oder winzige Exemplare im Teetassenformat. Eine gefährliche Entwicklung. Aber sollte die Rassehundezucht deshalb tatsächlich vor dem Aus stehen? Lesen Sie dazu unseren Beitrag ab Seite 28.
 
Wie sehr sich unsere Hunderassen in den letzten 100 Jahren verändert haben, können wir mit einem Blick sehen, wenn wir eine der alten Ausgaben unserer Zeitschrift durchblättern, die bis ins Jahr 1928 zurück in unserem Haus archiviert sind. In den Heften ging es durchaus politisch zu, je nach der jeweils herrschenden Ansicht. So war DER HUND zu DDR-Zeiten Organ des Verbandes der Kleingärtner, Siedler und Kleintierzüchter (VKSK). Da ging es um Zucht, Gesundheit oder Erziehung. Ob der früher herrschende Drill in der Hundeerziehung oder die später einsetzende Vermenschlichung unserer liebsten Gefährten – kein Extrem tut dem Hund und der Mensch-Hund-Beziehung gut. Denn diese ist, wie wir und unsere Hunde auch, ganz individuell.
 
Wir denken, dass Sie in diesem Heft vom Rasseporträt über den Beitrag zur modernen Jagdhundeausbildung und unseren Gesundheitsreport zur Magendrehung bis hin zum Bericht über die aktuelle Situation der Wölfe in Schweden wieder Themen finden, die Sie besonders interessieren. Viel Freude bei der Lektüre wünscht Ihnen,
 
Ihre
Jördis Götz
Chefredakteurin DER HUND

 

 
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